UNICEF richtet Spendenfonds auf Ethereum ein

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

UNICEF

Quelle: Shutterstock

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Am Dienstag, dem 8. Oktober, teilte UNICEF offiziell mit, dass die Hilfsorganisation einen Fonds für Kryptowährungen eingerichtet hat. Spenden können nun mit digitalen Währungen ausgeführt werden. Das Kinderhilfswerk hat bereits einige Anwendungen der Blockchain-Technologie für die Entwicklungsarbeit genutzt.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, finanziert sich, neben den Beiträgen der UN-Mitgliedstaaten, durch öffentliche und private Spenden. Die Einführung des neuen Fonds für Kryptowährungen ermöglicht die Einzahlung von Spenden nun auch mit digitalen Währungen.


In der offiziellen Mitteilung heißt es, dass UNICEF die erste UN-Organisation sei, die „Transaktionen in Kryptowährung ermöglicht.“ Die Organisation nutzt die Open-Source-Technologie „zugunsten von Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt.“

UNICEF-Geschäftsführerin Henrietta Fore sagte:

Dies ist ein neues und aufregendes Unterfangen für UNICEF. Wenn digitale Volkswirtschaften und Währungen das Potenzial haben, das Leben kommender Generationen zu gestalten, ist es wichtig, dass wir die Möglichkeiten, die sie bieten, erkunden. Deshalb ist die Einrichtung unseres Kryptowährungsfonds ein bedeutender und willkommener Fortschritt in der humanitären und Entwicklungsarbeit.

Die Ethereum-Plattform könne daher „unzählige Leben verbessern“.

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Die Ethereum Foundation, eine Schweizer Non-Profit-Organisation der Ethereum Blockchain, ist der erste Beitragszahler des neuen Kryptowährungsfonds. Die Geschäftsführerin Aya Miyaguchi teilte mit, dass die Stiftung 100 Ether, umgerechnet etwa 18.000 US-Dollar, an UNICEF gespendet hat. Ein Teil der Mittel kommt Stipendiaten des UNICEF-Innovationsfonds zugute. Die übrigen Gelder sollen in ein Projekt fließen, das Schulen auf der ganzen Welt mit dem Internet verbindet.

Miyaguchi fügte hinzu:

Wir wollen die Forschung und Entwicklung der Ethereum-Plattform unterstützen und die Gemeinschaft derjenigen vergrößern, die von einer Technologie profitieren, die in den kommenden Jahren unzählige Leben und Branchen verbessern wird.

UNICEF geht neue Wege in der Entwicklungsarbeit

Im Bereich der Blockchain-Technologie übernimmt UNICEF eine Vorreiterrolle für Non-Profit-Organisationen. Das Kinderhilfswerk hat bereits diverse Blockchain-Projekte umgesetzt, die der Entwicklungsarbeit im digitalen Zeitalter neue Impulse verleihen sollen.

So hat UNICEF im vergangenen Jahr beispielsweise 100.000 US-Dollar an sechs Blockchain-Start-ups verteilt. Durch diese Gelder förderte das Hilfswerk Jungunternehmen, die sich für Transparenz des Gesundheitssektors, den Zugang zu Mobiltelefonen sowie der finanziellen Inklusion von Entwicklungsländern einsetzen.

Im selben Jahr hat die Hilfsorganisation Gelder für wohltätige Zwecke durch Krypto-Mining gesammelt. Bei dieser Aktion konnten die Spender ihre Grafikkarten dazu nutzen, Ethereum für die humanitäre Hilfe syrischer Kinder zu minen. Unterstützung fand das Projekt, das die erste Spendenaktion auf Krypto-Basis darstellt, durch Millionen Miner weltweit.

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