Adaption UN setzt Blockchain zum Schutz von Wanderarbeitern ein

Alexandra Kons

von Alexandra Kons

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Alexandra Kons

Alexandra Kons hat Orient- und Asienwissenschaften, Deutsch als Fremdsprache und Arabistik studiert. Seit einigen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Thema Kryptowährungen.

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Die Vereinten Nationen haben schon so manche Blockchain-Initiative gestartet. Nun arbeitet die UN zusammen mit dem Blockchain-Finanzdienstleistungsunternehmen Diginex an einer Blockchain-Lösung für den Schutz von Wanderarbeitern in Hongkong. Das International Recruitment Integrity System Self-Assessment for Ethical Recruitment (IRIS-SAFER) soll den 1.500 in Hongkong ansässigen Arbeitsvermittlungsagenturen unter die Arme greifen.

Die Vereinten Nationen setzen bereits seit Längerem auf die Blockchain-Technologie. Wir erinnern uns etwa an die äußerst erfolgreiche Blockchain-Lösung „World Food Programme“. Hier nutzt die Abteilung für Nahrungsmittelhilfe der Vereinten Nationen eine auf Ethereum basierende Blockchain-Technologie. Ziel des Welternährungsprogramms (WFP) ist die Bekämpfung des Hungers und die Förderung der Ernährung für Flüchtlinge. Das World Food Programme unterstützt 80 Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Seit dem Jahr 2009 kümmert sich dieser Arm der UN um die Organisation der Lieferung von Lebensmitteln. Mittlerweile spielt auch der Geldtransfer für den Kauf von Lebensmitteln eine große Rolle.

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Nun gehen die Blockchain-Bemühungen der UN in die nächste Runde. Diesmal arbeiten die Vereinten Nationen zur Realisierung des International Recruitment Integrity System Self-Assessment for Ethical Recruitment (IRIS-SAFER) mit dem Blockchain-Finanzdienstleistungsunternehmen Diginex zusammen. Die von den Vereinten Nationen geführte Internationale Organisation für Migration (IOM) arbeitet gemeinsam mit Diginex an einer Blockchain-Lösung zur Verhinderung der Ausbeutung von Wanderarbeitern in Hongkong.

UN unterstützt Blockchain zur Unterstützung von Wanderarbeitern in Hongkong

Am 16. Dezember veröffentlichte Diginex eine Pressemitteilung, in der Mark Blick, Head of Government Solutions bei Diginex, zu Wort kommt:

Wir freuen uns, mit der IOM bei diesem beeindruckenden Projekt zusammenzuarbeiten. Wir sind zuversichtlich, dass das Instrument dazu beitragen kann, diese unethischen Praktiken zu beseitigen, indem es die IRIS-Standards der Vereinten Nationen als Maßstab für angesehene Organisationen verwendet. In Hongkong gehören ausländische Hausangestellte zu den wirtschaftlich am stärksten gefährdeten Menschen in unserer Gesellschaft. Und sie zahlen jedes Jahr etwa 700.000.000.000 HK$ an Vermittlungs-/Rekrutierungsgebühren. Mit Hauptsitz in Hongkong schaffen wir es, die Gemeinden zu unterstützen. Deshalb liegt uns diese Partnerschaft und dieses Projekt sehr am Herzen.

Die Ausbeutung von Hausangestellten in Hongkong soll mit der Einführung des blockchainbasierten Instruments ein Ende finden. Zunächst gliedert die UN dabei 1.500 in Hongkong ansässige Agenturen für die Personalvermittlung ein. Zur Teilnahme an dem Programm gehört auch eine Schulung über ethische Einstellung für die Agenturen.

Mehr Transparenz über die Blockchain, weniger Ausbeutung in der Realität

Die Blockchain-Technologie ermöglicht ein weiteres Mal mehr Transparenz und Datenintegrität. Das soll den in Hongkong 390.000 ausländischen Hausangestellten zugutekommen. Jedoch könnten auch die inländischen Arbeitnehmer von dem Projekt profitieren. Über die Hälfte zahlt nämlich hohe illegale Gebühren an die Personalvermittlungsagenturen. Giuseppe Crocetti, Chief of Mission, IOM China, erklärt:

Ethische Rekrutierungspraktiken sind unerlässlich, um den Schutz von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Vermittlern zu verbessern. Wir freuen uns, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben, mit der IOM die Personalvermittlungsagenturen für Wanderarbeitnehmer unterstützen kann, um sich als gute Akteure zu profilieren. Durch den Einsatz von IRIS-SAFER werden die Agenturen zunächst erfahren, was globale ethische Rekrutierungsstandards sind, dann in der Lage sein, ihre Fortschritte nachzuweisen und letztendlich ihr Engagement unter Beweis zu stellen. Mit diesem Projekt greifen wir auf die globale Arbeit der IOM im Rahmen der IRIS-Initiative zurück und passen sie an die spezifischen Erfahrungen bei der Rekrutierung von ausländischen Hausangestellten nach Hongkong SAR, China, an, um sicherzustellen, dass in Zukunft kein ausländischer Hausangestellter durch unethische Rekrutierung für Ausbeutung anfällig gemacht wird.

Sollte sich das Projekt in Hongkong gut etablieren, erwägen Diginex und die UN die Einführung von IRIS-SAFER bei Personalagenturen weltweit.

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