Umfrage: Österreich ist bei Bitcoin & Co. die skeptischste Nation Europas

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Österreicher zweifeln an Bitcoin und Co.

Quelle: Shutterstock

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Die Bank ING hat in einer Umfrage festgestellt, dass in Europa vor allem die Türkei bullish in Sachen Bitcoin & Co. eingestellt ist. Die Deutschen zeigen sich skeptisch – nur die Österreicher sind noch misstrauischer.

Wer sein Dasein hauptsächlich in der Bubble von Bitcoin & Co. fristet, vergisst bisweilen, dass ein Großteil der restlichen Bevölkerung auch zehn Jahre nach deren Entstehung noch immer im Dunkeln wandelt, wenn es um das Thema Kryptowährungen geht. Dieses Bild vermittelt eine internationale Umfrage der ING Bank, die die Krypto-Begeisterung von über 14.000 Befragten in Europa, den USA und Australien ausgelotet hat.

Sollten Banken Konten für Bitcoin & Co. anbieten?

Danach wünschen sich beispielsweise 27 Prozent der befragten US-Amerikaner, dass Banken auch Konten für die Verwahrung von Kryptowährungen anbieten sollen. Die USA liegen damit gleichauf mit Europa. Dass Europa überhaupt auf 27 Prozent kommt, ist dabei vor allem der Türkei zu verdanken. 63 Prozent sprechen sich für Krypto-Konten bei Banken aus. Auf Platz zwei liegt Rumänien mit 39 Prozent. Von den Deutschen wünschen sich nur 15 Prozent ein Bitcoin-Konto bei Banken – Gleiches gilt für Australien. Das Schlusslicht markiert Österreich mit lediglich 12 Prozent.

Türken hängen am wenigsten an Bargeld

Ein ähnliches Bild zeichnen die Umfrageergebnisse bei der Frage nach der Abschaffung des Bargelds. Nur 27 Prozent der Türken hätten dagegen etwas einzuwenden. In Deutschland würden sich hier rund zwei von drei Befragten querstellen, in Österreich gar geschlagene 74 Prozent. Insgesamt waren es vor allem junge Männer mit höherem Bildungsabschluss und Einkommen, die sich am ehesten eine bargeldlose Gesellschaft vorstellen können.

Je informierter, desto skeptischer


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Speziell für die europäischen Befragten hat die ING einen weiteren Wert ermittelt: Das Verhältnis zwischen dem Wissen über Kryptowährungen und der Einstellung zu ihrer Zukunft. Dazu wurden fünf Ja/Nein-Fragen gestellt, um den Kenntnisstand zu Bitcoin & Co. abzuklopfen. Immerhin 82 Prozent der Europäer konnten zumindest eine der Fragen korrekt beantworten. Von diesen zeigten sich 41 Prozent optimistisch, dass Kryptowährungen in Zukunft von Bedeutung sein werden. Ein knappes Viertel der befragten Europäer mit zumindest rudimentären Krypto-Kenntnissen erwartet indes wenig von den digitalen Währungen.

Dabei gilt: je größer die Kenntnisse, desto größer die Krypto-Skepsis. So haben diejenigen, die nur eine einzige Frage korrekt beantwortet haben (13 Prozent), mittelmäßige bis hohe Erwartungen in Bezug auf Bitcoin & Co. an den Tag gelegt. Knapp jeder Dritte (31 Prozent) konnte mindestens vier der Fragen richtig beantworten. Von diesen zeigten sich 31 Prozent skeptisch, dass sich Kryptowährungen in Zukunft durchsetzen werden. Immerhin: Im Gesamtbild haben 41 Prozent der befragten Europäer einen positiven Krypto-Ausblick an den Tag gelegt.


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