Über 70 Hedgefonds möchten in Kryptowährungen investieren

Laut einem Tweet des Investors Tuur Demeester seien Hedgefonds mit Bezug zu Kryptowährungen gerade am “explodieren”.



Demeester bezieht sich dabei auf einen Artikel, indem aufgelistet wird, welche Fondsgesellschaften oder Kanzleien gerade an Zulassungen für Krypto-Hedgefonds arbeiten. Insgesamt kommt man auf über 70 Hedgefonds, die sich gerade in der Pipeline befinden.

Corey McLaughlin von Arthur Bell kommentiert die Situation im Artikel wie folgt:

“Ich bin seit 1998 im Hedgefonds-Geschäft, aber ich habe noch nie ein solches Volumen an neuen Hedgefonds gesehen. Es ist einfach nur verrückt.”

Implikationen für den Kryptomarkt

Aus Investmentsicht eine sehr nachvollziehbare Reaktion, schließlich möchte jeder an dem enormen Kursaufschwung der Kryptowährungen partizipieren. Es sollte ziemlich leicht für Fondsemittenten sein an Gelder von vermögenden oder institutionellen Kunden zu kommen, die ein Teil in Kryptowährungen investieren möchten.

Insbesondere durch die konsequentere Regulierung von ICOs durch die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC, wurde für verstärkte Rechtssicherheit in den USA gesorgt, die Investoren anlockt. Da die Emittierung von Kryptowährungen nun ähnlichen, wenn auch nicht gleichen, Standards der allgemeinen Wertpapier-Regulierung unterliegt, ist der Gedanke nicht fern, dass auch versucht wird alle existierenden Formen an Finanzprodukten auch auf Kryptowährungen anzuwenden. Egal ob ETF, Hedgefonds oder Hebelzertifikat – es ist mit einer enormen Anzahl an Zulassungsanträgen in nächster Zeit zu rechnen.

Durch die Gier der Anleger und Finanzinstitute sowie der Kreativität der Finanzingenieure können hier enorme Summen in Zukunft in den Kryptomarkt drängen, die ggf. auch zu einer neuen Blasenbildung führen.

Grundsätzlich sollte darauf hingewiesen werden, dass es regulatorische Unterschiede zwischen den USA und Europa sowie anderen Regionen respektive Wirtschaftsräumen gibt. Das bedeutet, dass der Zugang zu entsprechenden, ausländischen Finanzprodukten oftmals nur eingeschränkt gegeben ist.

BTC-ECHO

Über Sven Wagenknecht

Sven WagenknechtSven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO und verantwortet neben der redaktionellen Planung auch den Bereich Business Development. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat er Politik und Wirtschaft in Münster studiert und verschiedene berufliche Stationen, etwa in einer der führenden Unternehmensberatungen und im Bundeswirtschaftsministerium, absolviert. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Als Speaker, zuletzt etwa auf dem St. Petersburg International Economic Forum 2017, referiert er über das makroökonomische Potential der Blockchain.

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