UBS: Bitcoin noch zu volatil, um als globale Währung zu fungieren

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Kann Bitcoin dem US-Dollar Konkurrenz als Währung machen? Die schweizerische Großbank UBS hält das für möglich, wenn sich der BTC-Kurs entsprechend entwickeln sollte. Bislang sei der Kurs des Bitcoin jedoch noch zu wankelmütig.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Christopher Klee

216.000 US-Dollar: Das ist die Region, in der sich der Bitcoin bewegen muss, um in der Liga des US-Dollars mitspielen zu können. Zu dieser Einschätzung kommt Joni Teves von der schweizerischen Bankgigantin UBS. Wörtlich hieß es in einem Report an UBS-Kunden:

“Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bitcoin in seiner jetzigen Form zu instabil und zu begrenzt ist, um ein tragfähiges Zahlungsmittel für globale Transaktionen oder eine Mainstream-Assetklasse zu werden. Aufgrund der mangelnden Preisstabilität bleibt Bitcoin hinter den Kriterien zurück, die erfüllt sein müssen, um als Geld zu gelten.”

Teves analysierte außerdem die Preisentwicklung des Bitcoin und kam zu dem Schluss, dass 70 Prozent der Preisschwankungen Ergebnis eines spekulativen impulsartigen Interesses an der Währung bedingt gewesen seien. Dies mache die Kryptowährung „anfällig für große Marktbewegungen“.

Ferner sei die mangelhafte Skalierbarkeit weiterhin ein Problem, dass den BTC von der Massenadaption trenne.

“Bitcoin kommt nicht mit dem Transaktionsvolumen zurecht, die andere Mechanismen in bewältigen”

Die Bestrebungen der Bitcoin-Entwickler zur Lösung der Skalierungsfrage seien bislang „nicht ausreichend”.

Alte Kritik in neuem Gewand

Bereits im Oktober 2017 äußerte die UBS Skepis in Bezug auf die Währungstauglichkeit von Kryptowährungen:

“Währungen erfüllen zwei Rollen, die Kryptowährungen abgehen.”

So würden Bitcoin und Co. zum Einen darin versagen, als Tauschmittel zu dienen. Dies läge insbesondere an deren Volatilität, die vor allem dann ein Problem darstelle, wenn es um das Bezahlen von Steuern geht:

“Theoretisch könnte ein Unternehmen seine Waren in Kryptowährungen bezahlen lassen. Aber es müsste dann Körperschaftsteuer, Lohn- und Umsatzsteuer in staatlicher Währung zahlen. Die Firma würde damit ein Wechselkursrisiko eingehen. Wenn die von der Regierung unterstützte Währung gegenüber der Kryptowährung dann an Wert gewinnt, droht dem Unternehmen ein erheblicher Verlust.”

Ähnlich verhielt es sich für die Angestellten:

“Wenn ein Unternehmen beschlösse, die Personalkosten […] in Bitcoin zu begleichen, würde die Firma von ihren Angestellten erwarten, ein Wechselkursrisiko einzugehen. Für die meisten Angestellten wäre das inakzeptabel. Außerdem muss das Personal seine Steuern in regierungsgestützen Währungen zahlen”

Der Wankelmut der Kurse von Kryptowährungen sei ein ebenso Grund dafür, dass diese sich nicht als Wertaufbewahrungsmittel eigneten. Ohne Zentralbank sei keine Preisstabilität zu gewährleisten, hieß es in dem UBS-Bericht weiter.

“Eine einzelne Kryptowährung kann dieses Gleichgewicht nicht erreichen, was ihre Volatilität erklärt. Die Versorgung mit Kryptowährung kann nicht sinken. Ein Rückgang der Nachfrage nach einer bestimmten Kryptowährung wird daher dazu führen, dass der Wert dieser Krypto-Währung zusammenbricht, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.“

Der Blockchain-Technologie selbst steht die UBS jedoch aufgeschlossener gegenüber. So attestierte UBS-Geschäftsführer Sergio Ermotti gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNBC der Technolgie eine „großartige Möglichkeit” zu sein, um Banken effizienter zu machen und Kosten einzusparen.

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