Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China

Quelle: Shutterstock

Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China

Bitcoin-Börsenriese Binance akzeptiert ab sofort Peer-to-Peer-Direktzahlungen über WeChat und Alipay. Dies bestätigt das Unternehmen auf Twitter. Eine direkte Kooperation mit den Service-Anbietern stehe jedoch noch aus. Damit nimmt der Börsenkonzern das chinesische Geschäft dieser Tage entschieden ins Visier.

Update, 10. Oktober: Alipay verkündet inzwischen auf Twitter, keine Bezahlungen abwickeln zu wollen, die mit dem Kauf von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen in Verbindung stehen. Dort heißt es, entsprechende Transaktionen würden umgehend gestoppt. So wolle man sicherstellen, keine geltenden Gesetze zu verletzen. Wie die Beijing News berichtet, veröffentlichte auch WeChat daraufhin eine ähnliche Mitteilung mit dem Verweis, alle Überweisungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen sofort unterbinden zu wollen. Zudem fordert der Dienstleister seine Nutzer auf, verdächtige Transaktionen zu melden. Beide Konzerne gelten als regierungsnah und haben in der Vergangenheit mehrfach kritisch zu Kryptowährungen Stellung bezogen.

Trotz der strikten Ablehnung der Regierung in Peking erfreuen sich Kryptowährungen in China ungeheurer Beliebtheit. Aufgrund des schwelenden Handelskrieges und der anhaltenden Talfahrt des heimischen Yuans soll sich das chinesische Handelsvolumen in den letzten Monaten gar verdoppelt haben. Hierauf stellt sich auch der Börsenriese Binance ein. Einst hatte das Unternehmen seinem Heimatland den Rücken gekehrt und war im Zuge der strikten Regulierungsoffensive ins maltesische Exil abgewandert. Nun besinnt sich der Konzern zurück auf seine Wurzeln.

Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China

Wie Geschäftsführer Changpeng Zhao an diesem Mittwoch, dem 9. Oktober, über die Social-Media-Plattform Twitter bestätigt, akzeptiert die Börse künftig Zahlungen über die beliebten chinesischen Dienste WeChat und Alipay. Dies sorgte kurze Zeit für Spekulationen, der Konzern könnte eine direkte Kooperation mit den beiden Service-Anbietern eingegangen sein. Dies stellte Zhao kurze Zeit später richtig, es handele sich lediglich um ein Feature des OTC-Handelsplatzes:

[Es herrscht] einige Verwirrung durch mehrere Nachrichtenquellen. @Binance arbeitet nicht direkt mit WeChat oder Alipay zusammen. Allerdings können Nutzer [deren Dienste] in P2P-Transaktionen für Bezahlungen nutzen. [Das ist] keine unbedeutende Funktion.


Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Erst seit dieser Woche bietet Binance Kunden den Direkthandel von Kryptowährungen mit dem Yuan an. Damit antwortet die Börse auf die explodierende Nachfrage. Aufgrund der ablehnenden Haltung der chinesischen Regierung haben Krypto-Interessierte im Land derzeit kaum Zugang zu Bitcoin-Börsen. Stattdessen müssen sich viele Chinesen mit dem Direkthandel von Kryptowährungen behelfen – eine Marktlücke, die die Malteser für sich nutzen wollen.

Binance setzt auf Expansion

Dass dabei nun auch die beliebten Bezahldienste WeChat und Alipay genutzt werden können, kommt nicht von ungefähr. Denn die beiden Konkurrenten der Mutterkonzerne Tencent und Alibaba zählen im Reich der Mitte zu den ungeschlagenen Marktführern im Bereich mobiler bargeldloser Bezahlungen. Ob Bustickets, Taxis, Lebensmittel, Restaurant- oder Stromrechnungen – anders als hierzulande kann in China nahezu alles bequem mit dem Smartphone beglichen werden.

Doch auch mit Blick auf die weltweiten Aktivitäten stehen die Zeichen der Zeit bei Binance dieser Tage auf Expansion. Erst im September feierte der Konzern den Startschuss seines US-Ablegers. Amerikanischen Nutzern stehen hier derzeit 13 Handelsoptionen für Kryptowährungen zur Verfügung. Zudem kündigte das Unternehmen an, seinen im Januar gestarteten OTC-Handelsplatz für Kunden in weltweit mehr als 170 Ländern öffnen zu wollen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Deutsche Bank überrascht mit gewagter Krypto-Prognose
Insights

Die Deutsche Bank sieht die Zahl der Nutzer von Kryptowährungen in der kommenden Dekade auf 200 Millionen Hodlerinnen und Hodler anwachsen. Unterdessen entwickelt sich der Trend zu einer bargeldlosen Gesellschaft weiter.

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Krypto-Verwahrung wider Willen: Banken üben sich als Innovationsverweigerer
Kommentar

Ab nächstem Jahr wird das Geschäft mit der Krypto-Verwahrung lizenzpflichtig. Daraus ergibt sich eine große Chance für die deutschen Banken, neue Token-Geschäftsmodelle anzubieten. Doch sind diese überhaupt darauf vorbereitet? Warum von den Banken keine Impulse hinsichtlich der Token-Ökonomie zu erwarten sind, was unsere Banken mit dem deutschen Staat gemeinsam haben und welche neuen Wettbewerber das Bankgeschäft an sich reißen. Ein Kommentar.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Brave-Nutzerzahlen mit 10,4 Millionen auf Allzeithoch
Altcoins

Die Brave-Nutzerzahlen sind von 8,7 Millionen monatlichen aktiven Nutzern im Oktober auf ganze 10,4 Millionen aktive Nutzer im November gestiegen. Der Anstieg von 19 Prozent pusht die Brave-Nutzerzahlen auf ein neues Allzeithoch.

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Schicksalsjahr 2020: Deutschland muss die Weichen im digitalen Zahlungsverkehr stellen
Märkte

BigTechs wie Amazon, Google, Facebook und Apple übernehmen immer mehr Marktanteile im digitalen Zahlungsverkehr. Daher müssen Lösungen auf gesamteuropäischer Ebene umgesetzt werden, die die Finanzsouveränität des Euroraums schützen. Um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen, bleibt jedoch nicht mehr viel Zeit.

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Weltraumökonomie: Blockchain von SpaceChain im All
Blockchain

Weltraum-als-Service: SpaceChain kommt seinem Ziel näher, ein blockchainbasiertes Satellitennetzwerk aufzubauen.

Bitcoin, Trotz Restriktionen: Bitcoin-Börse setzt Kurs auf China
Digitales Wettrüsten: Kann die EU noch aufholen?
Kommentar

Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine Stellungnahme zu Stable Coins herausgegeben. Darin kommt er auch auf eine mögliche Regulierung von Bitcoin & Co. zu sprechen. Dabei wird deutlich: Die EU muss sich sputen.

Angesagt

Bitcoin-Kurs: Diese Modelle deuten auf einen Anstieg hin – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Die Bitcoin-Kurs-Analyse vom Bitwala Trading Team. Es gibt zwei Modelle, die auf steigende Kurse hindeuten.

Deutsche Bank überrascht mit gewagter Krypto-Prognose
Insights

Die Deutsche Bank sieht die Zahl der Nutzer von Kryptowährungen in der kommenden Dekade auf 200 Millionen Hodlerinnen und Hodler anwachsen. Unterdessen entwickelt sich der Trend zu einer bargeldlosen Gesellschaft weiter.

Krypto-Verwahrung wider Willen: Banken üben sich als Innovationsverweigerer
Kommentar

Ab nächstem Jahr wird das Geschäft mit der Krypto-Verwahrung lizenzpflichtig. Daraus ergibt sich eine große Chance für die deutschen Banken, neue Token-Geschäftsmodelle anzubieten. Doch sind diese überhaupt darauf vorbereitet? Warum von den Banken keine Impulse hinsichtlich der Token-Ökonomie zu erwarten sind, was unsere Banken mit dem deutschen Staat gemeinsam haben und welche neuen Wettbewerber das Bankgeschäft an sich reißen. Ein Kommentar.

Europäische Kryptowährung: Banque de France testet 2020 digitalen Euro
Regierungen

Frankreich will als einer der ersten Staaten eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen und damit auch Chinas geplanter Einführung einer digitalen Staatswährung Paroli bieten.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: