To the moooon!!! – Paper über Kryptowährungen im All

Bitcoin Moon

Bitcoins im Weltall? Laut einem Paper, das von einem Mitglied der indischen Regierung veröffentlicht wurde, ist das nicht so abwegig.



Dr Kartik Hegadekatti arbeitet in der kaufmännischen Abteilung des Eisenbahnministeriums von Indien. Vor kurzem hat er ein Paper namens “Extraterristische Anwendungen von Blockchain und Kryptowährungen” veröffentlicht.

Dort stellt er dar, wie die Blockchain-Technologie Basis für eine Währung sein kann, die auf eine Verwendung im Weltall spezifiziert ist – Papiergeld oder Münzen wären im All eher unpraktisch.

Das ist nicht das erste, was Hegadekatti über Kryptowährungen geschrieben hat: Erst im August hat er über die Möglichkeit einer Fedcoin namens Nationcoin geschrieben. Auf seinem Weblog findet man Abhandlungen über verschiedene futuristische Ideen.

Das Timing für das Paper ist ideal, hat doch Indien große Schritte in die Richtung einer bargeldlosen Gesellschaft unternommen. Diese Schritte wurden von einem Anstieg der Bitcoin Adoption in Indien begleitet.

Noch ein weiter Weg ins Weltall

Zugegeben – Kryptowährungen im All klingen spekulativ, um es mal freundlich auszudrücken. Der Mensch war ein paar mal auf dem Mond und hat ein paar mutige Pläne bezüglich der Besiedlung des Mars – mehr ist es zur Zeit nicht.

Dennoch meint Hegadekatti, dass man zur Grundsteinlegung einer wirtschaftlichen Nutzung des Alls über Geld nachdenken sollte: Bargeld muß erst ins All gebracht werden, was Treibstoff verbraucht.

Gemäß Hegadekatti könnte jeder Planet bzw. Mond eine eigene Blockchain besitzen, die mit den anderen synchronisiert wird:

“Wenn die Menschheit erst eine laufende Kolonie auf dem Mars aufgebaut hat und erste Expeditionen hinter den Kuiper-Gürtel unternommen hat, könnten extraterristrische Wirtschaftsräume durch ein Netzwerk an Blockchains miteinander verbunden sein.”

Selbst Konzepte wie Mining könnten in das Weltall übertragen werden:

“Mit leistungsstarken Mikroprozessoren, die entweder zum Mars verschifft oder dort hergestellt wurden, könnte man über “Smart Mining” eine Basis für ein Geldsystem schaffen.”

Hegadekatti spricht hier von „Smart Mining“, um die eigentliche Rolle dieser Mining-Maschinen darzustellen; sie sollen nicht einfach Coins einer bestimmten Blockchain Minen, sondern Exchanges schaffen, an denen man extraterristrisch genutzte Kryptowährungen tauschen kann. Sprich: Diese Maschinen sollen die Vernetzung der Blockchains bewerkstelligen.

Diese für das Smart Mining zuständigen Maschinen würden einen wichtigen Beitrag zu einer extraterristschen Weltwirtschaft liefern.

Kommentar des Autors (Philipp Giese):

Klar, es ist erstmal eine Phantasterei. Dennoch mag ich Paper, die futuristische Konzepte versuchen, durchzudenken. Mit Bestrebungen Marke SpaceX wissen wir nicht, wie weit es noch bis zu einer Exoglobalisierung ist. Man kann also gespannt sein!

BTC-ECHO

Englische Originalversion von Stan Higgins via CoinDesk

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

Bildquellen

  • Shuttle rocket ship launch milky way galaxy mars planet moon space. Elements of this image furnished by NASA.: © nikonomad, Fotolia

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