TenX erhält E-Money-Lizenz – Startschuss für Debitkarten?

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Das Singapurische Krypto-Start-up TenX vermeldet den Erhalt einer E-Money-Lizenz in Europa. Damit ist es laut Pressemitteilung das erste durch ein ICO finanzierte Unternehmen, dass den Status einer regulierten Finanzinstitution innehat.

Wie das Unternehmen am 13. Juni bekannt gab, erteilt die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) der Firma TenX den Status einer Finanzinstitution. Die Erlaubnis, welche die Behörde bereits am 29. Mai ausstellte, erlaubt dem Unternehmen als sogenannte Electronic Money Institution (EMI) zu operieren. Damit darf TenX aus Singapur Finanzdienstleistung im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum anbieten.

TenX hat Europa im Fokus

Nachdem TenX bereits zu Beginn dieses Jahres erste Krypto-Debitkarten in den asiatischen Raum verschickt hatte, könnte die Ankündigung darauf hindeuten, dass nun die europäische Kundschaft an der Reihe ist. In einem Video-Statement, in dem CEO Toby Hoenisch am 17. Januar dieses Jahres unter anderem Stellung zur Causa Hosp nahm, konnte der Geschäftsführer für die Auslieferung der Karten in Europa indes noch kein konkretes Datum nennen. Damals hieß es vonseiten Hoenisch:

Der nächste Schritt wird Europa sein. Wir arbeiten mit Partnern in Europa, eine Lizenz [für den Verkauf der Karten] zu erhalten.

Dies scheint nun gelungen zu sein.


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Der CEO hatte in selbigem Statement abermals betont, dass trotz des Rücktritts von Julian Hosp als Präsident von TenX der europäische Kontinent nach wie vor eine Fokusregion des Start-ups sei.

Wann genau man hierzulande mit einer Auslieferung der Krypto-Debitkarten, die das Kernprodukt des Unternehmens darstellen, rechnen kann, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor.

Karten im asiatischen Raum erfolgreich lanciert

Im sogenannten APAC-Raum (der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum) konnten Kunden der Karten bereits habhaft werden. Der Pressemitteilung zufolge erfreuen sie sich dort einiger Beliebtheit. Von über 100 Prozent Wachstum in Sachen Nutzen der TenX Card ist die Rede. Dabei steht insbesondere der Gebrauch für kleinere Summen im Vordergrund. Denn über 62 Prozent der Käufe, bei denen die Debitcard zum Einsatz kommt, tätigt die Kundschaft in Bars, Restaurants, Lebensmittelläden und Tankstellen.

Dazu CEO Toby Hoenisch:

Der Krypto-Winter […] ist vorbei und es wird nicht lange dauern, bis Kryptowährungen Mainstream sind. […] Wir hatten bereits eine überwältigende Unterstützung durch unseren Karten-Rollout in APAC. Jetzt freuen wir uns, dies auch in Europa tun zu können.

Liechtenstein ist Blockchain-Land

Dass TenX gerade in Liechtenstein die Erlaubnis erhalten hat, als EMI zu operieren, ist indes kein Zufall. Das Fürstentum geriert sich bereits seit geraumer Zeit als eine Art Hub für Krypto- und Blockchain-Unternehmen – mit entsprechendem regulatorischen Support der Behörden.

Liechtenstein ist bestrebt, technologieorientierten Unternehmen die besten rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen zu bieten. Dies steht im Zusammenhang mit unserer langjährigen Tradition als Kernfinanzplatz in Europa. Die Entscheidung von TenX, seine Kernaktivitäten in Liechtenstein aufzubauen und aktiv zum liechtensteinischen Blockchain-Ökosystem beizutragen, zeigt, dass die Strategie Liechtensteins vom Markt gut angenommen wird,

gratuliert Thomas Duenser, Vorsitzender des Büros für Finanzmarktinnovationen im Fürstentum Liechtenstein, dem Unternehmen zu dem Erfolg.

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