Südkorea Südkoreanische Zentralbank arbeitet an Blockchain-System für Anleihen

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Zentralbanken und Blockchain. Das scheint immer besser zusammenzugehen. Auch die Bank von Korea forscht fleißig an Anwendungsmöglichkeiten.

Zentralbanken weltweit fangen zunehmend an, das Potenzial der Blockchain-Technologie auszuloten. Die Bank von Korea beteiligt sich ebenfalls an diesem Trend. Denn sie plant, die Abwicklung von Anleihen künftig komplett auf die Blockchain zu setzen.

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Laut dem südkoreanischen Nachrichtenportal BusinessKorea bestätigte die Zentralbank am 18. Februar die Durchführung einer diesbezüglichen Machbarkeitsstudie. Die Bank wählte die Teilnehmer dafür bereits Ende 2019 aus. Die Studie soll sich über die erste Hälfte dieses Jahres erstrecken. Die Obhut über das Blockchain-Projekt obliegt einer bankeigenen Forschungsgruppe zu Digitalwährungen.

Plattform soll die Ausgabe und Begleichung von Anleihen managen

Die südkoreanische Zentralbank wünscht sich ein System, das den gesamten Anleihenprozess verarbeiten kann. Die Blockchain-Technologie soll somit sowohl die Ausgabe als auch die Begleichung managen und den Status von Anleihen an alle Netzwerkteilnehmer weiterleiten.

Die Blockchain-Plattform soll dabei das bisherige System ablösen, in dem alle Begleichungen durch Südkoreas zentrales Wertpapierdepot verifiziert werden müssen. An Stelle einer zentralen Stelle treten dann mehrere Netzwerkknoten, die von verschiedenen Finanzinstitutionen betrieben werden. Die Zentralbank prüft ferner auch Modelle, die mit mehreren Blockchains operieren würden.

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Ein genauer Starttermin für das System steht noch nicht fest. BusinessKorea zitiert die Zentralbank hierzu folgendermaßen:

Um Blockchains in das Abwicklungssystem für Anleihen einzuführen, müssen viele rechtliche Fragen überprüft werden, sodass wir den Service nicht sofort anbieten werden. Wir prüfen, ob das System richtig funktioniert, indem wir uns auf technologische Punkte konzentrieren.

Versuche mit Blockchain-Anleihen auch in Spanien und Australien

Die Bank von Korea ist unterdessen nicht die einzige Finanzinstitution, die die Abwicklung von Anleihen in digitale Form bringen möchte. Denn die Commonwealth Bank of Australia führte bereits im Jahr 2018 einen vergleichbaren, blockchainbasierten Versuch durch. Im Auftrag der Weltbank entwickelte sie einen besonderen Kangoroo Bond. Die an den australischen Dollar geknüpfte Anleihe lässt sich komplett über die Ethereum Blockchain abwickeln.

Darüber hinaus unternahm auch die spanische Banco Santander erste Feldversuche auf diesem Gebiet. Denn auch Spaniens größte Bank vergab eine Anleihe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar komplett auf der Ethereum Blockchain.

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