Südkorea: Krypto-Verbot für Beamte

Tim Stockschlaeger

von Tim Stockschlaeger

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Tim Stockschlaeger

Tim Stockschläger hat Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Finance in Augsburg und Leipzig studiert. Nach dem Studium hat er zunächst für die Deutsche Bank gearbeitet und ist nun freiberuflicher Autor und Berater.

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Die südkoreanische Regierung bleibt weiterhin bei einer skeptischen Haltung zu Kryptowährungen. Wie kürzlich bekannt wurde verbietet der Staat seinen Beamten jeglichen privaten Kontakt mit Kryptowährungen. Ein allgemeines Krypto-Verbot in Südkorea ist trotz aller Einschränkungen jedoch nicht geplant.

Die Regierung in Südkorea verbietet ihren Beamten und Regierungsmitarbeitern den Besitz und Handel von sämtlichen Kryptowährungen. Erstmalig beschränkt eine demokratische Regierung damit den Umgang mit Kryptowährungen für seine eigenen Angestellten. Die südkoreanische Regierung hat ein schwieriges Verhältnis zu digitalen Währungen. Auf der einen Seite will man den Entwicklungen offen gegenüberstehen, auf der anderen Seite kommt es immer wieder zu Gerüchten oder Verboten. Immerhin landet das flächenmäßig eher kleine asiatische Land beim Bitcoin-Handelsvolumen auf dem dritten Platz.

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Das Verbot gelte universell für alle Beamten, ganz gleich ob sie beruflich mit digitalen Währungen arbeiten, berichtet die lokale Zeitung „Maeil Business“. Demnach gilt die Einschränkung sowohl für den Besitz als auch für den Handel. Dabei ist zunächst offen wie Beamte mit dem bereits zuvor erworbenen Besitz umzugehen haben. Es dürfte nicht allzu schwer sein, die derzeitigen Investments von Beamten zu überwachen. Eine Gesetzesänderung vom Januar verpflichtet alle Staatsangestellten zur Offenlegung ihrer Investitionen in sämtliche Kryptowährungen. Der Schritt folgte als Reaktion auf den Insiderhandel von Regierungsmitarbeitern. Die koreanische Antikorruptionsbehörde verbreitete unter allen Regierungsmitarbeitern letzten Monat außerdem einen „Code of Conduct“ zum Gebrauch von Kryptowährungen.

Strafen noch nicht definiert

Bereits im Dezember sorgten Gerüchte über ein generelles Handelsverbot für Turbulenzen an den Märkten. Die Regierung stellte daraufhin klar, sie habe keine Absicht, den Handel zu verbieten. Trotzdem warnten bereits einzelne Organisationen in Südkorea ihre Mitarbeiter vor dem Handel von Kryptowährungen. Die Financial Service Commission (FSC) und die Trade Fair Commission forderten ihre Angestellten auf, Investments zukünftig zu unterlassen. Die Regierung droht ihren Beamten nun im Falle von Zuwiderhandlungen mit disziplinarischen Strafmaßnahmen. Bislang ist nicht klar definiert, welche Strafen genau zu erwarten sind. Für das Strafmaß wird Berichten zufolge entscheidend sein, ob der Handel während der Arbeitszeit oder in Freizeit stattfindet.

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