Studie: Futures tragen Mitschuld am Sturz des Bitcoin-Kurs

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Laut einer aktuellen Studie der U.S. Federal Reserve Bank San Francisco ist der Launch der Bitcoin-Futures im letzten Jahr für den Kurssturz Anfang des Jahres mitverantwortlich. Von Optimisten, Pessimisten, Angebot, Nachfrage und der Notwendigkeit, Bitcoin zu benutzen.

Nun ist es also offiziell – das Blutbad im Januar lässt sich unter anderem auf den Launch der Terminkontrakte im Dezember 2017 zurückführen. Was wir bereits im Januar berichteten, bestätigte nun eine Studie von Forschern rund um die U.S. Federal Reserve Bank in San Francisco.


Im Dezember letzten Jahres klang alles nach Aufschwung im Bitcoin-Ökosystem. Die CBOE und die CME führten die Bitcoin-Welt mit dem traditionellen Finanzsystem zusammen. Mit den Bitcoin-Futures sollte es fortan möglich sein, von den Schwankungen im Bitcoin-Kurs zu profitieren, ohne die Kryptowährung selbst besitzen zu müssen. Was außerdem neu war: Man konnte auch von einem sinkenden Kurs profitieren. Mit den Terminkontrakten konnte man auf den Kurs spekulieren – nach dem Kauf der Finanzprodukte und einer richtigen Einschätzung konnte man Gewinne einstreichen. Ungeachtet dessen, ob der Kurs stieg oder fiel.

Studie der U.S. Federal Reserve Bank sieht Parallelen zur Immobilienblase

Das Forscherteam der U.S. Federal Reserve Bank erkennen darin eine Parallele zur Immobilienblase in den USA zu Beginn des Jahrtausends. Sie sehen im starken Preisanstieg von Bitcoin und seinem Fall nach der Herausgabe der Futures durch die CME eine Parallele zu Preisentwicklungen, die es in der Finanztheorie bereits gegeben hatte.


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Diese Preisdynamik folge einem Trend, bei dem die Nachfrage nach einem Produkt für ein Finanzinstrument von Optimisten gelenkt wird, die den Preis so lange hochtreiben, bis der Markt einen Mechanismus einführt, der Pessimisten erlaube, in die andere Richtung zu investieren:

„Und bis zum 17. Dezember lagen diese [optimistischen] Investoren richtig. Wie in einer selbsterfüllenden Prophezeiung pushten Optimisten den Preis von Bitcoin in die Höhe und animierten mehr Menschen dazu, einzusteigen und den Preis weiter hochzutreiben. Die Pessimisten jedoch hatten keinen Mechanismus, um Geld in ihre Ansichten zu investieren, dass der Preis kollabieren würde.“

Mit der Einführung der Bitcoin-Futures konnten nun endlich auch die Pessimisten profitieren. Indem sie einen Preissturz zu einem bestimmten Zeitpunkt voraussagten, konnten sie mit den Terminkontrakten von ihrer Vorhersage profitieren. Und vorerst sollten sie Recht behalten. Zunächst kam im Dezember der starke Preisanstieg im Kurs – bis zu 20.000 US-Dollar war der Bitcoin plötzlich wert. Nur um dann bis Anfang Februar wieder auf bis zu 6.000 US-Dollar abzusinken. Wer darauf gewettet hatte, hatte gewonnen.

Die Wissenschaftler führen das weiterhin auf den Unterschied zwischen spekulativer und transaktioneller Nachfrage zurück. Dieser Unterschied war offenbar zu hoch. Der Großteil der Investoren spekulierte auf hohe Gewinne, während nur ein kleiner Teil der Personen Bitcoin tatsächlich nutzte (um damit zu bezahlen).

Und wie geht es weiter?

Die Forscher gehen davon aus, dass der Bitcoin-Preis steigen wird, wenn auch die transaktionelle Nachfrage steigt. Will heißen: Wenn Bitcoin tatsächlich verwendet wird, wird er auch mehr wert. Das hängt zudem auch mit dem deflationären Charakter der Kryptowährung zusammen. Da der Vorrat an Bitcoins insgesamt begrenzt ist und sich die Ausschüttung stetig verringert, kann der Preis bei steigendem Gebrauch und erhöhter Nachfrage letztlich steigen. Am Ende hängt alles von einer Reihe von Faktoren wie Regulierung, Akzeptanz, Angebot und Nachfrage ab. Also: Benutzt Bitcoin!

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