Blockchain, Stanford-Bericht: Das sind die großen 5 sozialen Blockchain-Anwendungen

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Stanford-Bericht: Das sind die großen 5 sozialen Blockchain-Anwendungen

Spricht man über „Blockchain“, denken viele zuerst an Bitcoin. Die Technologie scheint sich in den Köpfen fest mit dem Themenkomplex Kryptowährung verankert zu haben. Dabei stecken weitaus mehr Chancen in der Technologie. Der Stanford-Bericht Blockchain for Social Impact hat die Anwendungsgebiete untersucht, in denen die Technologie ihr Potenzial entfaltet. Wir stellen die 5 größten Branchen vor, deren Infrastruktur mit Blockchain-Technologie maßgeblich verbessert werden können.

Die Blockchain-Technologie findet bereits Anwendung in vielen Organisationen und Initiativen, die sich in Bereichen der Entwicklungshilfe und Umwelt engagieren. Die Stanford Graduate School of Business hat in einem Bericht nun die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf sozioökonomische Entwicklungen analysiert. An der Studie haben insgesamt 110 Unternehmen teilgenommen, von denen die meisten auf die Ethereum Blockchain zugreifen. Dabei zeigt sich, dass einige Branchen besonders von der Technologie profitieren können. Wir stellen die 5 vielversprechendsten Anwendungsbereiche vor.

Blockchain in der Ökologie

In der Landwirtschaft kann mithilfe einer Blockchain Transparenz über die Herkunft und Zusammensetzung der verwendeten Rohstoffe geschaffen werden. Schließlich möchten Bauern wissen, woher sie ihr Saatgut beziehen und woraus ihr Düngemittel besteht.

In der Lebensmittelversorgung bietet die Technologie zudem die Möglichkeit, Lebensmittel von der Landwirtschaft bis zum Verbrauch zu verfolgen. Mit der Blockchain-Technologie kann die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette abgebildet und unnötige Zwischenhändler entfernt werden.

Das Unternehmen Grainchain verwendet die Technologie, beispielsweise um ein Ökosystem zu schaffen, das die Landwirte in der globalen Landwirtschaft unterstützt. Die Blockchain schafft Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, sodass alle Akteure auf Informationen über die Qualität des Saatgutes zugreifen können. Das Unternehmen Grainchain nutzt dafür die Plattform, um Smart Contracts für den Verkauf und Kauf von Getreide zu generieren. Die Bauern erhalten somit eine direkte Bezahlung und die Käufer erhalten sofort die Ware.

Klima und Energie


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Die Blockchain-Technologie hilft bei der Energieverteilung und Reduzierung von Umweltverschmutzung, da die Effizienz bestehender Netze durch dezentrale Plattformen verbessert und Vermittler für den Energieaustausch ausschaltet werden.

Das Unternehmen Omega Grid ermöglicht es seinen Kunden etwa, für die Verwendung sauberer Energiequellen Belohnungen in Form von Token zu erhalten. Das britische Unternehmen Verv bietet zudem Nutzern im sozialen Wohnungsbau eine Plattform zur Überwachung ihres Energieverbrauchs. Dadurch lässt sich der Verbrauch senken und Überschüsse monetarisieren.

Die Peer-to-Peer-Handelsplattform bietet sowohl Anreize für die Nutzung erneuerbarer Energien als auch die Möglichkeit für Teilnehmer, von ihren erwirtschafteten Vermögenswerten zu profitieren. Verv fördert dadurch die ökologische Nachhaltigkeit durch die Förderung erneuerbarer Energien sowie die soziale Gerechtigkeit.

Finanzielle Inklusion

Die finanzielle Inklusion ist eines der Ziele, das die G20-Staaten als Herausforderung für die Zukunft definiert haben. Etwa 1,7 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einem Bankkonto. Die Verwendung der Blockchain-Technologie ermöglicht nicht nur die Verwahrung von Geld, sondern senkt zudem die Kosten von grenzüberschreitenden Transaktionen.

Das kenianische Unternehmen BitPesa verwendet eine Blockchain, um Geld direkt über Konten in verschiedene Länder zu überweisen, was Vermittler ausschließt und Transfergebühren wegfallen lässt. Heute arbeitet BitPesa in 85 Ländern mit 26.000 Benutzern und hat über eine Million Transaktionen verarbeitet. BitPesas BFX kann Geld in sieben afrikanischen Ländern überweisen: Tansania, Uganda, Nigeria, Demokratische Republik Kongo, Senegal, Ghana und Marokko.

Blockchain für dezentrale Demokratie

Blockchain-Systeme können die Abstimmungsprozesse weltweit verbessern, indem sie Integration, Sicherheit und Transparenz fördern. Derzeit experimentieren einige Unternehmen bereits mit Open-Source-Abstimmungsplattformen, die es jedem Bürger oder jeder Agentur ermöglichen, die Funktionalität des Abstimmungssystems zu überprüfen. Blockchainbasierte Wahlsysteme erfordern keine zentrale Behörde, um sie zu verwalten, wodurch die Möglichkeit der Korruption verringert und das Vertrauen zwischen Bürgern und ihren Regierungen gestärkt werden könnte.

Democracy Earth testet zu diesem Zweck ein System der repräsentativen und direkten Demokratie. Wähler können ihre Stimme an vertrauenswürdige Personen delegieren oder mehrere Stimmen zu einem einzigen Thema delegieren. Diese Art der Abstimmung ermöglicht es Gemeinschaften, auf allen Ebenen am demokratischen Prozess teilzunehmen, und sie gewährleisten den Wählern, ihre Stimmen an Experten ihrer Wahl zu delegieren. Andere Unternehmen, wie Learning Machine oder InCraft, entwickeln Software für Schulen, Unternehmen und Regierungen, um digitale Aufzeichnungen sicher und transparent auszustellen und interne Abläufe zu automatisieren.

Gesundheit

Potenzielle Blockchain-Anwendungen sind unter anderem die Schaffung eines effizienten Datenaustauschs zwischen Interessengruppen. Darüber hinaus verbessert die Technologie Sicherheit und Verwaltung sensibler medizinischer Gesundheitsdaten von Patienten.

Elektronische Gesundheitsakten sind in der Regel Silos, was den Informationsaustausch kostspielig und schwierig gestaltet. Mehrere Datenbanken erschweren die Identifizierung von Patientenakten, über die andere Unternehmen oder Behörden verfügen. Das führt oft zu doppelten oder inkonsistenten Patientenakten, wodurch schlimmstenfalls falsche medizinische Diagnosen und Behandlungen durchgeführt werden. Durch Blockchain findet also ein besserer Austausch zwischen den Versorgern statt.

Datenschutz und Datensicherheit

Der Gesundheitssektor ist zudem anfällig für Cyberangriffe, weil wertvolle personenbezogene Gesundheitsdaten auf zentralen Servern gespeichert werden. Da bei der Blockchain-Technologie die Datenspeicherung dezentral erfolgt, gibt es keinen solchen „Single Point of Failure“.

Darüber hinaus hat Blockchain eine neue Möglichkeit eröffnet, Patienten die Möglichkeit zu geben, ausgewählte Daten selbstbestimmt mit anderen zu teilen. Diese Daten sind wichtig für die Arzneimittelentwicklung und die Wahl richtiger Medikamente.

Ein Blockchain-Netzwerk mit einem integrierten Anreizmechanismus könnte Personen ermutigen, für eine bestimmte Gebühr ihre Daten an Pharma-Unternehmen weiterzugeben. Darüber hinaus erleichtert ein Blockchain-Netzwerk den Transfer von Gesundheitsdaten zwischen Unternehmen im Gesundheitswesen.

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