Geldwäschegesetz solarisBank gibt Bitcoin-Verwahrung bekannt

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die solarisBank hat die Gründung des Tochterunternehmens solaris Digital Assets bekannt gegeben. Das FinTech mit Vollbanklizenz erweitert damit sein Angebot im Bereich der Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Im Zuge des neuen Geldwäschegesetzes der Bundesregierung, das die Verwahrung von Bitcoin & Co. rechtssicher reguliert, erweitern die ersten Banken bereits ihre Dienstleistungen im Bereich der Krypto-Verwahrung. So auch die solarisBank, die mit der Gründung des Tochterunternehmens solaris Digital Assets ihr Angebot um eine API-kompatible Plattform ergänzt. Dadurch werde künftig eine Verwahrlösung für digitale Vermögenswerte ermöglicht. Das Berliner FinTech mit Vollbanklizenz hat sich mit der Gründung der Blockchain Factory 2018 und der Zusammenarbeit mit Bitwala bereits im Bitcoin-Ökosystem etabliert.

Brücke zwischen Fiat- und Bitcoin-Welt


Digitale Vermögenswerte umfassen bereits einen Multi-Milliarden-Euro-Markt. Daher ist die Verwahrung digitaler Assets zunehmend in den Fokus der Aufsichtsbehörden und des Gesetzgebers gerückt. Durch die neuen Vorschriften des Geldwäschegesetzes müssen Unternehmen, die ab 2020 eine Bitcoin-Verwahrung anbieten, zuvor bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Lizenz beantragen. Als Tochter der solarisBank erfülle die solaris Digital Assets GmbH die entsprechenden regulatorischen Anforderungen und gewährleiste ein sicheres Krypto-Verwahrgeschäft, heißt es in der Pressemitteilung vom 11. Dezember. Daher plant das Unternehmen, für 2020 eine Lizenz für die Verwahrung digitaler Assets zu beantragen. Kooperationspartner der Bank müssen dann selbst keine Lizenz mehr beantragen.

Michael Offermann, Managing Director für Krypto-Banking der solarisBank, teilte mit:

Wir haben vor fast zwei Jahren mit der Gründung der Blockchain Factory unsere ersten Schritte in der Blockchain- und Kryptowährungsindustrie getätigt. Unsere Vision war es von Anfang an, Blockchain-Pionieren die oftmals benötigte Banking-Infrastruktur bereitzustellen, um die Lücke zwischen Fiat- und Krypto-Welt zu schließen. Fantastische Partnerschaften wie mit Bitwala, Bison und BSDEX der Börse Stuttgart zeigen, wie wir diese Vision zum Leben gebracht haben. Jetzt vertiefen wir dieses Engagement, indem wir uns vollends darauf konzentrieren, mit solaris Digital Assets ein essentieller Infrastrukturanbieter für Digital-Asset-Pioniere zu werden. Es ist der logische nächste Schritt.

Die solarisBank ist eine Banking-as-a-Service-Plattform mit Vollbanklizenz, über die Unternehmen eigene Finanzprodukte anbieten können. Auf Dienstleistungen im Bereich Payments, Kreditgeschäft und Digital Banking sowie integrierter Drittanbieter können Kunden durch eine API-Anbindung auf das Netzwerk zugreifen. Die Produkte und Dienstleistungen dieses Banking-Ökosystems sind speziell auf die Bedürfnisse von Digitalunternehmen und FinTechs zugeschnitten.

Blockchain-Primus Solaris

Mit der Gründung im März 2016 war die solarisBank eines der ersten Finanztechnologieunternehmen mit Vollbanklizenz. Seitdem hat das Unternehmen sein „Banking as a Platform“-Konzept international etabliert. Bereits Mitte 2018 wurde mit der Gründung der Blockchain Factory die Bitcoin-Welt technologisch und regulatorisch an das traditionelle Banking angeschlossen. Die solarisBank bietet Unternehmen seither Banking-Dienstleistungen für globale Handelsplätze von Bitcoin & Co. an. Diese Dienstleistungen sollen den An- und Verkauf von Fiatwährungen und den institutionellen Handel von Kryptowährungen erleichtern. Dafür wurde ein automatisiertes Treuhandkonto für Marktplätze von Kryptowährungen eingerichtet, der „Automated Trust Account“. Zudem wurde das Angebot der Dienstleistungen im Bereich Digital Banking und Debitkarten für Blockchain-Unternehmen erweitert.

Alexis Hamel, Managing Director von solaris Digital Assets, teilt mit:

Digitale Assets werden die Art und Weise, wie wir Werte austauschen, grundlegend verändern. Wir sehen aber, dass es immer noch massive Hürden bei der Einführung konformer und sicherer Digital Asset Services gibt. Die derzeitige Infrastruktur für digitale Vermögenswerte ist bislang für den Massenmarkt nicht kundenfreundlich genug und damit insgesamt unzureichend. Deshalb wollen wir Digital-Asset-Pioniere mit unserer One-Stop-Shop-Plattform unterstützen, die neben lizenzierten digitalen Bankdienstleistungen wie Konten, Karten oder KYC-Diensten eine innovative Custody-Lösung bietet. Unsere fortschrittlichen APIs in Verbindung mit unserer regulatorischen Expertise versetzen uns in eine erstklassige Position, um unsere Vision der breiten Nutzung digitaler Vermögenswerte umzusetzen.

Das erste erhältliche Produkt von solaris Digital Assets soll eine White-Label-Custody-Lösung für digitale Vermögenswerte sein. Diese werde derweil bereits getestet und verbindet digitale Bankdienstleistungen wie Identifikationslösungen mit digitalen Bankkonten. Damit ist der Grundstein für die Errichtung eines „Digital-Asset-Ökosystems“ gelegt.

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