SEC, Sex Selling Token: SEC schließt Fantasy Market
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Sex Selling Token: SEC schließt Fantasy Market

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) setzt ihren Feldzug gegen unrechtmäßige Initial Coin Offerings fort. Im jüngsten Fall richtet sich die strafende Hand des Gesetzes gegegen Fantasy Market, eine geplante Online-Plattform für pornografische Inhalte.

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat erneut Klage wegen eines unrechtmäßigen Initial Coin Offerings (ICO) eingereicht. Dieses Mal traf es mit Jonathan C. Lucas den Betreiber von Fantasy Market, einem Online-Marktplatz für pornografische Inhalte. Lucas und die SEC gelangten zu einer gerichtlichen Schlichtung.

Wie aus der zugehörigen Anklageschrift der SEC hervorgeht, führte Lucas im August 2017 einen ICO für Fantasy Market durch. Er soll dadurch 63.000 US-Dollar eingenommen haben. Gegenüber Investoren gab Lucas an, dass die Kunden von Fantasy Market pornographische Darbietungen auf der Plattform mithilfe der im Rahmen des ICO angebotenen Fantasy Market Token steuern könnten. Lucas versprach zudem, dass die Token mit der Zeit an Wert gewinnen, wodurch Investoren die Möglichkeit hätten, sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Sowohl die Angaben zum Wert der Token als auch zu Fantasy Market selbst, sollten sich als falsch herausstellen.

Klage trotz Rückzahlung der ICO-Gelder

Im Fantasy Market White Paper gab Lucas dergestalt unzutreffender Weise an, dass sich die Plattform bereits in einem funktionsfähigen Betastadium befindet. Lucas täuschte die Investoren zudem über das Management-Team und seine eigene Arbeitserfahrung. Schließlich behauptete er, dass ein Großteil der benötigten Mittel bereits über einen privaten Token Pre Sale eingenommen worden war. Laut SEC handelte es sich auch hierbei um falsche Tatsachen. Nachdem Beschwerden von Investoren an die Öffentlichkeit gedrungen waren, zahlte Lucas die durch das ICO eingenommenen Gelder zurück.


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Nichtsdestoweniger reichte die SEC Klage gegen Lucas ein. Die Börsenaufsicht warf ihm vor, die Investoren durch falsche Angaben getäuscht zu haben. Zusätzlich hatte Lucas den ICO nicht registriert. Im Rahmen einer gerichtlichen Schlichtung muss Lucas nun 15.000 US-Dollar Strafe zahlen. Zudem ist es ihm per einstweiliger Verfügung für fünf Jahre untersagt, an Wertpapiergeschäften teilzunehmen. Geschäfte von seinem privaten Bankkonto sind von der Regelung ausgenommen. Die Schlichtung beinhaltet kein Schuldeingeständnis.

SEC nimmt verstärkt ICOs ins Visier

Der Fantasy Market ICO ist nicht der einzige Fall, in dem die SEC in jüngster Zeit aktiv wurde. Erst vor wenigen Tagen reichte die Behörde Klage gegen die Plattform ICOBox und deren Betreiber Nikolay Evdokimov ein. Der Vorwurf gegen Evdokimov lautet ebenfalls, ein unrechtmäßiges ICO durchgeführt zu haben. Er soll zudem als Börsenmakler ohne Zulassung aufgetreten sein.

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