Der Kraken-Eigentümer Payward reduziert rund 150 Stellen. Das berichtet Coindesk unter Berufung auf Insiderquellen. Die Kürzungen betreffen etwa fünf Prozent der gesamten Belegschaft. Kraken beschäftigt nach Angaben des Mediums derzeit rund 3.000 Mitarbeitende. Hintergrund der Maßnahmen sei eine interne Optimierung der Unternehmensstruktur im Zuge der geplanten IPO-Vorbereitungen, heißt es. Die Firma wollte den Vorgang nicht kommentieren.
Wie BTC-ECHO berichtete, hatte Payward bereits im November vergangenen Jahres vertraulich einen S-1-Entwurf bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, um einen Börsengang zu forcieren. Im März machte die Firma eine Rolle rückwärts und legte die IPO-Pläne aufgrund einer “schwierigen Marktlage” zunächst auf Eis. Gegenüber Coindesk sagte Payward- und Kraken-Co-CEO Arjun Sethi, man sei zu “80 Prozent” bereit.
Neue Finanzierungsrunde geplant
Parallel dazu arbeitet Payward laut Coindesk an einer neuen Finanzierungsrunde mit einer angestrebten Unternehmensbewertung von 20 Milliarden US-Dollar. Das zusätzliche Kapital soll offenbar die Expansionsstrategie des Unternehmens unterstützen. In den vergangenen Monaten hatte Kraken mehrere Übernahmen angekündigt. Dazu zählen unter anderem der Kauf des Stablecoin-Zahlungsunternehmens Reap für 600 Millionen US-Dollar sowie die Übernahme der Derivateplattform Bitnomial für 550 Millionen US-Dollar. Besonderes Aufsehen erregte jedoch die Akquisition von NinjaTrader, für die das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legte.
Neuausrichtung des Unternehmens. Während Payward seine Kostenstruktur optimiert, setzt die Firma gleichzeitig auf Wachstum durch Übernahmen und frisches Kapital. Ob und wann Kraken tatsächlich den Schritt an die Börse wagt, dürfte jedoch weiterhin maßgeblich von der Entwicklung des Krypto-Marktes und der allgemeinen Lage an den Finanzmärkten abhängen.
