Die US-Regierung hat beschlagnahmte Bitcoin und Ether im Wert von rund 297 Millionen US-Dollar an Coinbase Prime transferiert. Nach Daten von Arkham wurden 3.940 BTC im Wert von rund 243,95 Millionen US-Dollar sowie 30.014 ETH im Wert von etwa 53,09 Millionen US-Dollar verschoben. Die Transaktionen sorgten am Krypto-Markt für Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Bestände.
Die transferierten Vermögenswerte stammen aus mehreren bekannten Strafverfahren. Die Bitcoin gehen auf Beschlagnahmungen im Zusammenhang mit Ryan Farace (“Xanaxman”) und der ehemaligen Krypto-Börse BTC-e zurück. Die Ether stammen aus einem Geldwäschefall rund um den ehemaligen Oracle-Mitarbeiter Brian Krewson.
Bitcoin-Transaktion sorgt für Wirbel
Die Überweisungen werfen erneut Fragen zur strategischen Bitcoin-Reserve der USA auf. US-Präsident Donald Trump hatte im März 2025 per Executive Order angeordnet, dass beschlagnahmte Bitcoin grundsätzlich Teil der nationalen Reserve bleiben und nicht verkauft werden sollen.
Ein Transfer zu Coinbase Prime bedeutet jedoch nicht zwangsläufig einen Verkauf. Die Plattform bietet institutionellen Kunden neben dem Handel auch Verwahrung, Finanzierung und Staking an. Möglich ist daher auch, dass die Vermögenswerte lediglich auf neue Wallets übertragen oder konsolidiert werden.
Bereits in den vergangenen Monaten hatte die US-Regierung mehrfach Kryptowährungen an Coinbase Prime transferiert. Im Juni wurden beschlagnahmte Chainlink-Token im Zusammenhang mit FTX und Alameda Research verschoben, im April folgten Bitcoin aus dem Bitfinex-Hack von 2016.
Trotz der jüngsten Transfers hält die US-Regierung nach Schätzungen weiterhin Kryptowährungen im Wert von rund 20,6 Milliarden US-Dollar. Darunter befinden sich etwa 325.000 BTC, 28.394 Ether, 146 Millionen USDT sowie 750 Wrapped Bitcoin (WBTC).

