Die Pläne der US-Regierung für eine strategische Bitcoin-Reserve kommen offenbar langsamer voran als angekündigt. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, herrscht innerhalb der Trump-Regierung Uneinigkeit darüber, welche Behörde die Reserve künftig verwalten soll. Demnach ringen das Finanzministerium und das Handelsministerium um die Zuständigkeit.
Streit um Zuständigkeit
US-Präsident Donald Trump hatte die Einrichtung einer Strategic Bitcoin Reserve im März 2025 per Executive Order angeordnet. Das Finanzministerium sollte die Reserve verwahren, während andere Behörden beschlagnahmte Bitcoin beisteuern sollten. Inzwischen bestehen laut Bloomberg jedoch Zweifel: Darf das Ministerium die Bestände überhaupt dauerhaft verwalten? Wegen der hohen Volatilität der Kryptowährung werde laut Bloomberg darüber zurzeit gestritten.
Offiziell hält das Weiße Haus derweil weiterhin an den Plänen fest. “Um die Vision des Präsidenten zu verwirklichen, prüft die Trump-Regierung weiterhin die beste Struktur für eine Strategic Bitcoin Reserve und einen Bestand an digitalen Vermögenswerten”, erklärte Sprecherin Liz Huston. Einen Zeitplan für die Umsetzung nannte die Regierung jedoch nicht.
Gesetzesinitiativen laufen weiter
Mit dem BITCOIN Act und dem im Mai vorgestellten ARMA Act soll die strategische Bitcoin-Reserve gesetzlich verankert werden. Beide Entwürfe sehen vor, dass die USA innerhalb von fünf Jahren bis zu eine Million Bitcoin erwerben. Nach dem ARMA Act müssten die Bestände mindestens 20 Jahre gehalten werden und dürften grundsätzlich nur zur Verringerung der Staatsverschuldung verkauft werden. Nach Angaben von Bitcoin Treasuries halten die USA derzeit 328.372 Bitcoin im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar.

