Der Verkauf von 3.588 Bitcoin durch Strategy ließ kurz die Alarmglocken am Krypto-Markt schrillen – einige Analysten sehen darin jedoch inzwischen ein positives Signal. Nach Einschätzung des Vermögensverwalters Grayscale stärkt die Transaktion das Finanzierungsmodell des Unternehmens von Michael Saylor und könnte Bitcoin helfen, einen nachhaltigen Kursboden auszubilden.
Weniger Verkaufsdruck?
Mit dem Verkauf nahm Strategy rund 216 Millionen US-Dollar ein. Das Geld fließt nach Angaben des Unternehmens in den Ausbau der Dollarreserven und dient unter anderem der Finanzierung der Dividenden auf die Vorzugsaktien STRC. Dadurch verfügt Strategy laut Grayscale inzwischen über liquide Mittel, die rund 17 Monate an Dividendenzahlungen abdecken.
“Strategy verkauft mehr Bitcoin. Das wird nach unserer Einschätzung jedoch das Vertrauen in die Finanzierungsstruktur wiederherstellen und Bitcoin helfen, einen nachhaltigeren Boden zu finden”, schreibt Grayscale-Researchchef Zach Pandl. Der Verkauf reduziere das Risiko weiterer kurzfristiger Bitcoin-Verkäufe und schaffe mehr Planungssicherheit für Investoren.
JPMorgan ordnet es anders ein
Nicht alle Analysten teilen jedoch diese Einschätzung. JPMorgan hatte erst vergangene Woche gewarnt, dass Strategys neues Monetarisierungsprogramm zusätzliche Unsicherheit schaffen könne. Künftig trete das Unternehmen nicht mehr ausschließlich als Bitcoin-Käufer auf, sondern könne je nach Finanzierungsbedarf auch größere Bestände verkaufen.
An den Märkten fiel die Reaktion zuletzt jedoch deutlich gelassener aus als noch vor wenigen Wochen. Nach einem kurzen Rücksetzer erholte sich Bitcoin rasch wieder.
