In der Ukraine sorgt ein neuer Fall für Aufsehen, bei dem ehemalige Polizeibeamte im Zusammenhang mit schweren Straftaten gegen Krypto-Unternehmer stehen sollen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen mehrere frühere Mitglieder der Polizei ein kriminelles Netzwerk aufgebaut haben, das gezielt Personen aus der Krypto-Branche ins Visier nahm. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, ihre Erfahrung aus dem Polizeidienst genutzt zu haben, um Opfer aufzuspüren und unter Druck zu setzen.
Laut den Ermittlern sollen die Betroffenen entführt und zur Herausgabe hoher Geldsummen gezwungen worden sein. In mehreren Fällen seien die Opfer bedroht worden und hätten Dokumente unterschreiben müssen, die angebliche Schulden bestätigten. Der entstandene Schaden soll sich auf rund 2,2 Millionen US-Dollar belaufen.
Krypto-Unternehmer geraten immer häufiger ins Visier
Nach Angaben der Behörden bestand die Gruppe aus vier ehemaligen Polizeioffizieren sowie einem bereits vorbestraften Komplizen. Die Verdächtigen sollen verschlüsselte Messenger genutzt und sich teilweise weiterhin als Beamte ausgegeben haben. Zudem werfen die Ermittler der Gruppe Entführung, Freiheitsberaubung, Raub, Erpressung und illegalen Drogenbesitz.
In einem dokumentierten Fall soll ein Unternehmer in Kiew mit vorgehaltener Waffe verschleppt worden sein. Anschließend wurde er gezwungen, eine fingierte Schuld in Höhe von fünf Millionen US-Dollar anzuerkennen. Danach soll das Opfer an mehrere unterschiedliche Orte gebracht worden sein.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl “Wrench Attacks” ein. Dabei werden Krypto-Besitzer nicht durch Hackerangriffe angegriffen, sondern durch körperliche Gewalt oder Drohungen zur Herausgabe ihrer Vermögenswerte gezwungen. Sicherheitsfirmen registrierten weltweit zuletzt einen deutlichen Anstieg solcher Vorfälle.
