Prognosemarkt in Gesprächen 

Steht Kalshi vor einem Börsengang?

Bei Kalshi jagt ein Unternehmensrekord den nächsten. Jetzt drängt der Prognosemarkt wohl an die Börse – trotz regulatorischer Konflikte.

Daniel Hoppmann
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Beitragsbild: picture alliance

| Bei Kalshi kann man auf so ziemlich alles wetten

Kalshi erwägt laut einem Bericht von The Information einen Börsengang in den USA. Erste Gespräche soll der Prognosemarkt dazu mit verschiedenen Investmentbanken geführt haben. Eine Bestätigung gab das Unternehmen dazu nicht ab.

Gemeinsam mit Polymarket zählt Kalshi derzeit zu den größten Anbietern im Markt für Prognosemärkte. Laut Bericht konnte das Unternehmen von Tarek Mansour seinen annualisierten Umsatz auf 2 Milliarden US-Dollar steigern. Im März lag dieser Wert bei einer Milliarde US-Dollar. Auch die Bewertung der Firma zog in den letzten Monaten deutlich an auf aktuell 22 Milliarden US-Dollar.

Die guten Zahlen begründen sich vor allem mit einem steigenden Interesse an dem Prognosemarkt. Laut Daten von The Block erreichte das Handelsvolumen von Kalshi im Mai einen Rekordwert von 16,81 Milliarden US-Dollar – mehr als das Doppelte des Konkurrenten Polymarket (7,08 Milliarden US-Dollar).

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Kalshi in den USA nicht unumstritten

Der rasante Aufschwung von Kalshi ruft jedoch auch Regulierungsbehörden auf den Plan. Mehrere US-Bundesstaaten gehen gegen den Anbieter vor, diese Woche zog etwa Kentucky vor Gericht. Der Kernvorwurf: unlizenziertes Glücksspiel.

Kalshi wehrt sich und weiß mit der CFTC einen mächtigen Verbündeten an ihrer Seite. Die Behörde, die in den USA Derivate- und Rohstoffmärkte überwacht, sieht in den Klagen Grenzüberschreitungen und führt nun ihrerseits juristische Gegenschläge gegen einzelne US-Bundesstaaten. Die Regulierung von Prognosemärkten läge in “der ausschließlichen Zuständigkeit der CFTC”, sagte der Chef der Behörde, Michael Selig.

Parallel arbeitet man an neuen Regeln für Prediction Markets. Nach Berichten von Axios sollen bestimmte Sportmärkte erlaubt bleiben, während Kontrakte zu Manipulationsrisiken oder sensiblen Ereignissen wie Terrorismus, Attentaten, bewaffneten Konflikten oder Verletzungen ausgeschlossen werden sollen.

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