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Krypto-Adoption Legal mit Einschränkungen: Kuba regelt Status von Kryptowährungen

Seit 2019 explodiert auf Kuba das Interesse an Bitcoin und Co. Die Zentralbank des Inselstaates präsentiert nun ein Regelwerk.

Anton Livshits
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Bitcoin-Münze auf Kuba-Flagge

Beitragsbild: Shutterstock

Die Zentralbank Kubas (BCC) hat Kryptowährungen offiziell anerkannt. Am 26.08 veröffentlichte sie eine Resolution, die einen ausformulierten Regulierungsrahmen enthält.

Die BCC erlaubt und regelt dort die Verwendung von digitalen Assets in geschäftlichen Transaktionen. Auf Kuba gilt somit künftig:

Finanzinstitute und andere juristische Personen dürfen virtuelle Vermögenswerte nur untereinander und mit natürlichen Personen zur Durchführung von Geld- und Handelsgeschäften, Tausch- und Swapgeschäften sowie zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen verwenden.

Die Resolution enthält ebenfalls Kriterien für die Lizenzierung von Krypto-Dienstleistern, die in dem Land bis jetzt in einer rechtlichen Grauzone operierten. Sie ist indessen nicht frei von einem warnenden Ton. Privatpersonen stünde es auf Kuba demnach frei, auch jenseits des Finanzsystems Transaktionen durchzuführen. Sie müssten sich jedoch des vollen Risikos gewahr sein. Regierungsbehörden und staatlichen Betrieben ist der Umgang mit Krypto-Assets hingegen ohne explizite Erlaubnis untersagt.

Kryptowährungen gegen Sanktionen

Das Nachrichtenportal Cuba Standard berichtet, dass Kryptowährungen auf Kuba seit 2019 einen regelrechten Boom erleben. Dies korreliert mit den damals verabschiedeten US-Sanktionen, die den Zahlungsverkehr zwischen beiden Staaten massiv einschränkten. Zahlungsdienstleister wie PayPal operieren deshalb nicht in dem Inselstaat. Um beispielsweise weiter Geld von ihren Verwandten aus den Vereinigten Staaten zu erhalten, wichen viele Kubaner:innen in der Folge auf Bitcoin und Co aus. Die Schwäche der kubanischen Landeswährung macht Kryptowährungen zudem als Wertspeicher attraktiv.

Nicht nur Kuba: Lateinamerika packt das Krypto-Fieber

Der letztgenannte Grund verbindet Kuba unterdessen mit seinen südamerikanischen Nachbarstaaten. Diese erkennen in Kryptowährungen zunehmend ein alternatives Zahlungsinstrument für die maroden Landeswährungen und zum US-Dollar.

Vorreiter ist hier zweifellos El Salvador. Nayib Bukele, der umstrittene Präsident des Landes, erhob Bitcoin zur offiziellen Landeswährung. Doch auch andere Staaten der Region begeben sich in einen regelrechen Krypto-Boom.

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