Die Sicherheitslage für Besitzer digitaler Assets in Frankreich spitzt sich zu. Telegram-Gründer Pavel Durov verknüpft den massiven Anstieg von Krypto-Entführungen direkt mit dem Missbrauch privater Daten durch staatliche Stellen. “Französische Steuerbeamte verkaufen Daten von Krypto-Besitzern an Kriminelle. Zudem gibt es massive Lecks in Steuerdatenbanken”, schreibt er in einem Beitrag auf X.
Seit Beginn des Jahres haben französische Behörden etwa 41 Fälle registriert, in denen Krypto-Halter zum Ziel gewaltsamer Übergriffe wurden. Statistisch ereignet sich damit alle 2,5 Tage ein solches Verbrechen.
Korrupte Beamte als Komplizen der Krypto-Kriminellen
Im Zentrum der Vorwürfe steht der Fall der ehemaligen Steuerbeamtin Ghalia C. Sie wurde bereits im Juni 2025 festgenommen, da sie Informationen über Krypto-Investoren an kriminelle Gruppen verkauft haben soll. Diese Daten dienten als Grundlage für gezielte physische Angriffe und Erpressungen. “Mehr Daten bedeuten mehr Opfer”, so Durov weiter.
Diese Entwicklung hat für den Telegram-Chef Konsequenzen. Er stellte klar, dass sein Unternehmen den französischen Markt eher verlassen würde, als korrupten Bürokraten Zugriff auf private Nachrichten zu gewähren. Ohnehin hat Durov keine gute Beziehung zu Frankreich, denn: Im August 2024 wurde er dort verhaftet. Auch mit Russland steht er im Zwist.
Brutale Gewalt gegen namhafte Branchenvertreter
Die Liste der Opfer umfasst prominente Persönlichkeiten der Branche. Bereits im Januar 2025 wurde David Balland, Mitbegründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, zusammen mit seiner Frau entführt.
Der Fall erinnert an ähnliche Vorfälle in den USA: In Las Vegas raubten drei Jugendliche einen Krypto-Investor aus und erbeuteten dabei vier Millionen US-Dollar in digitalen Assets. Auch in Kalifornien wurde eine OnlyFans-Influencerin von Teenagern überfallen – sie wollten Zugang zu ihrem Bitcoin-Vermögen.
