Der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale legt seine IPO-Pläne vorerst auf Eis. Grund dafür ist das schwierige Marktumfeld in den USA. Ein Börsengang sei frühestens im vierten Quartal erwartbar.
Schwaches Marktumfeld bremst IPO-Pläne
Zu Jahresbeginn galt 2026 noch als mögliches Rekordjahr für Börsengänge aus der Krypto-Branche. Erfolgreiche Listings wie die von Circle oder Bullish hatten die Erwartungen vieler Unternehmen angeheizt.
Inzwischen hat sich die Stimmung allerdings deutlich getrübt: Schwache Handelsaktivitäten und enttäuschende Kursentwicklungen frisch gelisteter Unternehmen haben für Zurückhaltung gesorgt. Das erklärt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Custody-Anbieter BitGo konnte nach seinem Börsengang beispielsweise nicht die erhofften Impulse setzen.
Neben Grayscale haben auch weitere Krypto-Unternehmen ihre IPO-Pläne verschoben. Dazu zählen unter anderem die Kraken-Mutter Payward, der Ethereum-Entwickler Consensys und der Hardware-Wallet-Hersteller Ledger.
Grayscale Ethereum Staking Mini ETF bislang erfolgreich
Grayscale hatte im November 2025 Unterlagen für einen Börsengang in den USA eingereicht. Das Unternehmen gehört zur Digital Currency Group und zählt mit seinen Krypto-Investmentprodukten zu den größten Asset Managern der Branche.
Laut aktuellen Daten war der Ethereum Staking Mini ETF des Unternehmens im ersten Quartal 2026 das erfolgreichste Ethereum-ETP in den USA. Bis Ende März flossen dem Produkt demnach 337 Millionen US-Dollar zu.
