Der französische Hardware Wallet-Hersteller Ledger verschiebt offenbar seine Pläne für einen Börsengang. Hintergrund seien schwierige Marktbedingungen und die anhaltende Unsicherheit in den USA. Das Unternehmen wird derzeit mit mehr als vier Milliarden US-Dollar bewertet und zählt zu den bekanntesten Anbietern von Hardware-Wallets.
Ledger hatte bereits mehrere große US-Investmentbanken für einen möglichen Börsengang engagiert. Unter anderem sollen Goldman Sachs, Jefferies und Barclays das Unternehmen beraten haben. Eine S-1-Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsicht SEC wurde bislang allerdings nicht eingereicht. Dieser Schritt gilt normalerweise als offizieller Startschuss für einen Börsengang in den USA.
Krypto-Branche wartet weiter auf neue Börsengänge
Die Entscheidung zeigt, wie vorsichtig viele Unternehmen aus dem Krypto-Sektor derzeit agieren. Zwar hat sich Bitcoin und Co. in den vergangenen Monaten deutlich erholt, viele Firmen halten sich mit großen Schritten am Kapitalmarkt aber weiterhin zurück.
Ledger gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Anbieter im Bereich der Selbstverwahrung von Kryptowährungen. Vor allem nach mehreren spektakulären Börsenzusammenbrüchen hatte die Nachfrage nach Hardware-Wallets stark zugenommen. Viele Anleger wollten ihre Bitcoin und andere Kryptowährungen wieder selbst kontrollieren, statt sie auf zentralisierten Plattformen zu lagern.
Die Verschiebung des Börsengangs hat auch Folgen für bestehende Investoren und Mitarbeiter von Ledger. Ein geplanter IPO hätte frühen Anlegern die Möglichkeit gegeben, Anteile am öffentlichen Markt zu verkaufen. Vorerst bleibt dafür jedoch weiter nur der Sekundärmarkt.
