"Der größte Militärinsider?" 

98-Prozent-Trefferquote: Insider-Skandal um Polymarket?

Mit Wetten auf militärische Entwicklungen erzielten mehrere Polymarket Accounts enorme Gewinne. Blockchain Analysten sprechen von auffälligen Handelsmustern.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt das Logo der Wettplattform Polymarket

Beitragsbild: picture alliance

| Neun Wallets und die Frage nach Insiderwissen

Auf der Wettplattform Polymarket sorgt eine neue Analyse von Bubblemaps für Aufsehen. Die Blockchain Analysten identifizierten neun Wallets, die gemeinsam rund 2,4 Millionen US-Dollar Gewinn erzielt haben sollen. Laut der Untersuchung lag die Erfolgsquote der Accounts bei außergewöhnlichen 98 Prozent. Innerhalb der Krypto-Community löste das schnell Diskussionen über mögliches Insiderwissen aus.

Besonders auffällig wirkt der Zeitpunkt vieler Wetten. Mehrere Positionen wurden offenbar kurz vor wichtigen militärischen Entwicklungen eröffnet. Dazu zählen Spekulationen auf einen möglichen Angriff auf den Iran oder auf die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei. Auch bei geopolitischen Entscheidungen rund um Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sollen die Trader frühzeitig richtig gelegen haben. Offiziell bestätigt sind entsprechende Vorwürfe bislang allerdings nicht.

Insider-Verdacht rund um Polymarket wächst

Der Fall trifft Polymarket zu einem sensiblen Zeitpunkt. Prognosemärkte erleben seit Monaten einen starken Boom, weil Nutzer dort auf politische Entscheidungen oder militärische Entwicklungen wetten können. Diese Nähe zu weltbewegenden Ereignissen sorgt jedoch immer wieder für Kritik.

Polymarket versucht bereits gegenzusteuern und arbeitet unter anderem mit Chainalysis zusammen. Ziel ist es, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und potenzielles Insider Trading schneller aufzudecken. Blockchain Analysen sollen dabei helfen, ungewöhnliche Wallet-Bewegungen transparenter zu machen und Manipulationen einzudämmen.

Die aktuellen Enthüllungen könnten den Druck auf Prognosemärkte weiter erhöhen. Vor allem bei geopolitisch sensiblen Themen dürfte die Diskussion über Regulierung und Marktmanipulation in den kommenden Monaten deutlich schärfer werden.

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