Satoshi Nakamoto Die Spur des Bitcoin-Erfinders führt nach London

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

Eine Londoner Telefonzelle, dahinter Big Ben.

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Ist Bitcoin an den Ufern der Themse entstanden? Ein Bericht will Satoshis einstigen Aufenthaltsort ermittelt haben.

Wer ist Satoshi Nakamoto? Um Erfinder von Bitcoin ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Im April 2011 verschwand er für immer von der Bildfläche. Seine Identität blieb unbekannt.


Jedes Geheimnis will gelüftet werden und so begaben sich Bitcoin-Fans auf große Spurenjagd im World Wide Web. Sie überprüften zahllose Hinweise und diskutierten eine Reihe möglicher Kandidaten. Selbst die Bewegung von uralten Bitcoin sorgt 9 Jahre später für berichtenswerte Aufregung. Alle Suchanstrengungen liefen bislang ins Leere. Auch im November 2020 wissen wir nicht, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgtb. Eine neuerliche Untersuchung behauptet nun, zumindest eine Zwischenstation von Satoshi Nakamoto ausfindig gemacht zu haben: London.

Die Brotspur führt nach London

Für diese Schlussfolgerung werteten die Cyber-Spürnasen von Chainbulletin zunächst die Zeitstempel von Satoshis E-Mails, seinen Beiträgen im Bitcointalk-Forum und Postings auf der Entwickler-Plattform SourceForge aus. Die Uhrzeiten legen nahe, dass Satoshi sich zwischen 2008 und 2010 entweder in Großbritannien, oder an einer der beiden Küsten der Vereinigten Staaten aufgehalten haben muss. Dass er in diesem Zeitraum – in dem er am Bitcoin-Protokoll gearbeitet hat – in Japan oder Australien wohnhaft war, schließen die Autoren hingegen aus.

Doch drei Zeitzonen sind immer noch zwei zu viel. Um den Suchradius weiter einzuschränken, untersuchten die Krypto-Detektive deshalb den Bitcoin Genesis-Block. Denn dort findet sich bekanntlich die folgende (hier ins Deutsche übersetzte) Nachricht: „The Times 03/Jan/2009 Kanzler kurz vor zweiter Rettungsaktion für Banken.“ Das brisante: Im Englischen entspricht diese Formulierung wortwörtlich einer Schlagzeile, mit der am selben Tag die Titelseite der Tageszeitung The Times geschmückt war.

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In den USA lag die Zeitung hingegen nicht in dieser Form vor und auch Online erschien der Artikel mit abgewandelter Überschrift. Für das Chainbulletin-Team ist das Hinweis genug, dass sich der Bitcoin-Erfinder in Großbritannien aufgehalten haben muss. Fügt man dieser (nicht neuen) Überlegung noch die Information hinzu, dass fast die Hälfte aller Times-Leser aus London stammen, liegt der Schluss auf Satoshis Aufenthaltsort nicht fern.

Das Rätselraten um den Bitcoin-Erfinder wird kein Ende nehmen

Dass diese Argumentation alles andere als wasserfest ist, gestehen indes auch die Verfasser des Berichts bereitwillig ein. Sie diskutieren selbst einige Gegenargumente. Ihre Versuche, die Einwände zu entkräften, sind im Übrigen von keiner allzu großen Überzeugungskraft. Doch das erscheint nur sekundär. Ist die anhaltende Suche nach Satoshi doch längst zu einer beliebten Community-Aktivität für Bitcoin-Jünger geworden. Derart können wir uns in den kommenden Jahren auf weitere Veröffentlichungen zu dem Thema freuen.


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