Signaturen „Nonsens“: Craig Wright erntet Kritik

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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ganz viele buchstaben, die keinen sinn ergeben

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Vier Experten wurden befragt, was sie von Wrights jüngster These zur digitalen Signatur halten. Die Antwort lautet: “Nonsens”.

In den vergangenen Jahren hat Craig Wright mehrmals Aufsehen erregt. Wiederholt hat er behauptet, höchstselbst hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Bitcoin-Erfinder, zu stecken. Mit den von ihm vorgelegten „Beweisen“ hat er andere Experten jedoch nicht überzeugen können.  

Nun steht seine Methodik erneut in der Kritik. Der Nachrichtenkanal CoinDesk hat ganz aktuell vier Experten befragt, was sie von Wrights jüngster These zur Bitcoin-Nachrichtensignierung halten. Die Antwort lautet, sie sei schlicht und ergreifend falsch.

Craig Wright, der selbsternannte „Satoshi“, hat derzeit gleich mehrere Gerichtsverfahren anhängig. Neben den Streitigkeiten um den Tulip Trust läuft ein weiteres Verfahren, das mit seiner Behauptung, er selbst sei der Erfinder des Bitcoin, zusammenhängt. In frühen Tagen der Kryptowährung gibt es eine Reihe von Adressen, die Satoshi zugeordnet werden. Nun wird sich extra eine Jury mit der Frage befassen müssen, ob die Behauptungen von Wright zutreffen.


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Bei dem von dem Krypto-Magazin zitierten Expertenmeinungen geht es um 145 Schlüssel, die Craig Wright als seine bezeichnet. Ein anonymer Nutzer hat dem jedoch widersprochen und Wright öffentlich einen „Lügner und Betrüger“ genannt. Wright verfüge nicht über die nötigen Schlüssel, um diese Nachricht zu signieren. Derartige Vorwürfe gegen Craig Wright gab es erst kürzlich von Seiten des Ex-CEOs von Mt.Gox, Mark Karpeles

Wright antwortet postwendend auf Vorwurf

Was den anonymen Nutzer betrifft, ließ die Replik von Craig Wright nicht lange auf sich warten. Es könne „per Definition“ gar keine anonyme digitale Signatur geben. Um eine Nachricht zu signieren, müsse man „entweder ein Identitätsattribut oder eine Identität haben“. 

Diese Behauptung stößt auf Widerspruch bei gleich vier Kryptographie-Experten. Vadim Kobeissi von Symbolik Software nennt die Behauptung von Wright „vage und irreführend“. Matthew Green, Professor für Kryptographie an der John Hopkins Universität, nennt die Argumentation Wrights schlicht und ergreifend „Nonsens“. 

Eine digitale Signatur wird nicht nur beim Senden von Bitcoin benötigt, um zu beweisen, dass hinter einer bestimmten Adresse der rechtmäßige Eigentümer der Bitcoins steckt. Ein Bitcoin-Besitzer kann mit seinem privaten Schlüssel ebenfalls Nachrichten signieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass derjenige den Schlüssel besitzt, der die Nachricht signiert hat. Um genau diesen Fall geht es in der aktuellen Diskussion laut den zitierten Fachleuten.


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