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Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamotos letzten Worte

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Eine Schreibmaschine, die die Buchstaben

Quelle: Shutterstock

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Die Spurensuche in den Bitcoin-Archiven führt uns zur Enthüllungsplattform Wikileaks und dessen Gründer Julian Assange.

Es ist der 10. Dezember 2010. Der erste Block der Bitcoin Blockchain steht kurz davor, 2 Jahre alt zu werden, als Satoshi Nakamoto – der unbekannte Erfinder der Kryptowährung – einen seiner letzten Einträge im Bitcoin-Talk-Forum verfasst.

Angriffe auf Enthüllungsplattform Wikileaks

Einige Tage zuvor, am 6. Dezember 2010, hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks per Blogeintrag von „massiven Angriffen“ berichtet. Um sich davor zu schützen, hatten die Betreiber die Community um Hilfe gebeten:

[…] um zu verhindern, dass Wikileaks jemals ganz aus dem Internet verschwindet, brauchen wir eure Hilfe. Wenn ihr einen Unix-basierten Server habt, der eine Webseite im Internet bereitstellt und ihr Wikileaks etwas von euren Ressourcen bereitstellen wollt, könnt ihr helfen.

Daraufhin richtete die von Julian Assange gegründete Plattform 355 neue so genannte Mirror Sites ein, also Webseiten, die die Inhalte von Wikileaks kopieren. Durch die Duplikation beziehungsweise die dezentrale Verteilung der Inhalte, so die Idee, kann man sie vor Zugriffen von außen besser schützen.


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Und das schien bitter nötig. Denn die digitalen Pfeiler, auf der die Plattform gestanden hatte, waren im Vorfeld bereits mehrmals ins Wanken geraten. So hatte etwa Amazon die Nutzung seines Webspaces kurze Zeit vorher versagt. Wie das Online-Magazin PCWorld berichtet hatte, hatte darum unter anderem der US-amerikanische Sicherheitsdienst Homeland Security gebeten. Die Bitte kam nicht von ungefähr. Laut PCWorld sei Wikileaks zu jenem Zeitpunkt kurz davor gewesen, sensible Dokumente und Videos über die Konflikte in Iran und Afghanistan zu veröffentlichen:

WikiLeaks ist wegen der Veröffentlichung von als geheim eingestuften US-Dokumenten unter Beschuss geraten, darunter Videos und Dokumente aus den Kriegen in Irak und in Afghanistan sowie sensible Telegramme zwischen der US-Botschaft und dem US-Außenministerium. […]

Bereits am 28. November des selben Jahres war die Plattform durch eine Bombardierung der Server mittel Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) versucht worden, lahmzulegen. Hier stand die Veröffentlichung von 250.000 Dokumenten des US-amerikanischen Außenministeriums bevor.

Bitcoin gerät in die Schlagzeilen

Wenige Tage nach dem Großangriff auf Wikileaks kam es zum bis dahin reichweitenstärksten Medienbericht über Bitcoin. Dasselbe Magazin veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel „Could the Wikileaks Scandal Lead to New Virtual Currency?“ (Zu deutsch: Könnte der Wikileaks-Skandal zu einer neuen virtuellen Währung führen?).

Darin beschrieb das Magazin, wie die Geschehnisse rund um Wikileaks das Internet in seinen Grundfesten erschüttert habe. Als Möglichkeiten, um auf die Einschränkungen zu reagieren, hatten Hacker bereits Peer-to-peer-Lösungen angedacht. Selbiges, so das Magazin weiter, wäre auch für eine digitale Währung denkbar:


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Das ist es, was Bitcoin anbietet; eine dezentralisierte virtuelle Währung, die entweder die beste Idee sein könnte, seit man herausgefunden hat wie man Brot schneidet oder eben nur ein Tagtraum eines Hackers. Solange das Wikileaks-Debakel weitergeht, wird sie in verschiedenen Teilen des Webs als Mögliche Lösung für das Online-Zahlungsmonopol für PayPal diskutiert.

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