Chainlink steckt seit Monaten in einer Serie tieferer Hochs fest und ist für viele Anleger zum Sorgenkind im Krypto-Portfolio geworden. Aber nun gibt es erste bullishe Gegenbewegungen. Über Payment Abstraction und die Chainlink Reserve fließen immer mehr Gebühren indirekt in LINK, sodass die Reserve rund 5,3 Millionen Token hält. Außerdem häufen sich große Transaktionen, denn allein am 12. August registrierte Santiment 246 LINK-Transfers im Wert von jeweils mehr als 100.000 US-Dollar. Nicht zuletzt kontrollieren große Wallets inzwischen fast die Hälfte des Angebots. Wie groß das Potenzial für den Chainlink-Kurs jetzt ausfällt, verrät diese technische Analyse.
Chainlink in der technischen Analyse
In den letzten 12–24 Stunden bewegte sich der Kurs in einer Range zwischen 9,746 US-Dollar (High) und 8,968 US-Dollar (Low) basierend auf den letzten 3–6 4h-Candles. Der aktuelle Schlusskurs liegt bei 9,296 US-Dollar und damit deutlich über dem Vortagskurs von 8,989 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 6.9 Milliarden US-Dollar, was den relativen Wert des Coins im Krypto-Jahr 2026 kontextualisiert. Eine starke 4h-Aufwärtskerze um 00:00 UTC trieb den Preis auf das Hoch von 9,746 US-Dollar.
Der Kurs notiert klar über dem EMA-20 (8,93 US-Dollar) und hat zuletzt höhere Hochs und höhere Tiefs ausgebildet. Kurzfristige Unterstützungen liegen bei 9,263 US-Dollar (aktuelles Tief) und 8,702 US-Dollar (Fibonacci), während Widerstände bei 9,746 US-Dollar und 10,50 US-Dollar verlaufen. Solange der Kurs über dem EMA-20 bleibt, ist die Marktlage kurzfristig bullish.
Der RSI (14) liegt bei etwa 68,2 und signalisiert anhaltenden Kaufdruck ohne klare Überkauftheit. Das Histogramm zeigt eine positive Beschleunigung während des Ausbruchs, mit einer leichten Abschwächung im letzten Balken. Die Bollinger-Bänder-Breite beträgt rund 0,93 US-Dollar (Upper 9,36 US-Dollar / Lower 8,43 US-Dollar), was eine deutliche Ausweitung gegenüber den Vorwochen darstellt. Der Markt befindet sich in einer angespannten Breakout-Phase mit erhöhtem Risiko für Rücksetzer, solange kein stabiler Close oberhalb 9,75 US-Dollar erfolgt.
Kurzfristige Chainlink-Prognose
Kurzfristige Prognose: neutral bis leicht bullish für den 15.08.2026. Wesentliche Unterstützungen: 9,263 US-Dollar (aktuelles Tief) und 8,702 US-Dollar (Fibonacci); Widerstände: 9,746 US-Dollar (High) und 10,50 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über 9,75–9,80 US-Dollar mit Volumen würde den Weg zu 10,50 US-Dollar öffnen (bullishes Szenario). Fällt der Kurs jedoch unter 8,70 US-Dollar, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit starker Abgaben; Anleger sollten Stopps unterhalb 8,70 US-Dollar erwägen.
Neutrales Szenario:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent ist zunächst eine Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 9 und 9,60 US-Dollar denkbar. Dafür müsste sich der LINK-Kurs oberhalb des EMA-20 bei 8,93 US-Dollar halten. Zusätzliche Unterstützung bieten das Fibonacci-Level bei 8,70 US-Dollar sowie die Zone um 9,26 US-Dollar. Bleibt der RSI zwischen 60 und 70 und das Handelsvolumen moderat, spricht vieles für eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau. Unterhalb von 8,70 US-Dollar wäre dieses Szenario hinfällig.
Bullishes Szenario:
In einem bullischen Szenario, dem eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent zugeschrieben wird, könnte LINK auf 9,60 bis 11 US-Dollar steigen. Entscheidend wäre ein nachhaltiger Ausbruch über 9,75 US-Dollar bei erhöhtem Handelsvolumen. Steigt zugleich der RSI über 70 und wird das obere Bollinger-Band bei rund 9,36 US-Dollar nachhaltig überwunden, rückt zunächst die Marke von 10,50 US-Dollar in den Fokus. Ein Rückfall unter 9 US-Dollar würde das bullische Szenario hingegen invalidieren.
Bearishes Szenario:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent ist auch ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 7,50 und 9 US-Dollar möglich. Ein erstes Warnsignal wäre ein RSI unter 50. Fällt der LINK-Kurs anschließend unter den EMA-20 bei 8,93 US-Dollar und durchbricht auch das Fibonacci-Level bei 8,70 US-Dollar, könnte sich der Verkaufsdruck deutlich verstärken. Ein Anstieg über 9,60 US-Dollar würde dieses bearishe Szenario entkräften.


