Der Bitcoin-Bärenmarkt könnte auf sein Ende zusteuern. Diese These stellt zumindest der Vermögensverwalter VanEck in einer aktuellen Analyse in den Raum. Das Unternehmen sieht mehrere historische Indikatoren inzwischen in Bereichen, die in früheren Bitcoin-Zyklen gegen Ende größerer Korrekturphasen auftraten.
Demnach wiesen acht der zwölf gemessenen Indikatoren Kapitulationssignale auf. Dazu gehören unter anderem der MVRV Z-Score, NUPL, das Puell Multiple und der Anteil des Bitcoin-Angebots, der im Gewinn liegt. Datenstand der Auswertung war der 12. August. “Wir erleben eine Entwicklung, die nach einer Kapitulation des Bitcoin-Kurses aussieht”, lautet das Fazit der Analyse.
Auch der Vergleich mit vergangenen Zyklen stützt die These. In den letzten drei Bitcoin-Zyklen dauerte die Abwärtsphase vom Allzeithoch zum Tief durchschnittlich 12,7 Monate. Die aktuelle Schwächephase befindet sich derweil in ihrem zehnten Monat. Entsprechend dürfte Bitcoin zwischen September und November in die Akkumulationsphase starten. Einen genauen Zeitpunkt nennt der Vermögensverwalter aber nicht. Dafür sei die historische Datenlage zu begrenzt, heißt es im Bericht.
US-Staatsanleihen belasten Bitcoin
Gegenwind kommt derweil vom Anleihemarkt. Die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen erreichten gestern ein neues Hoch. Bonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren warfen zwischenzeitlich Zinsen in Höhe von 5,77 Prozent ab – der höchste Wert seit 2007. Steigende Anleiherenditen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlagen und können damit den Kapitalfluss in Risikoanlagen wie Bitcoin negativ beeinflussen.
Auch VanEck verweist in seiner Analyse auf das Renditeumfeld, äußert jedoch auch vorsichtigen Optimismus: Trotz dieser Rahmenbedingungen habe sich der Bitcoin-Kurs stabilisiert.
