Neue Hebelprodukte 

SEC genehmigt erstmals dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETFs

Zum ersten Mal erlaubt die US-Börsenaufsicht Produkte mit dreifachem Hebel auf Bitcoin und Ether. Handelbar sind sie allerdings noch nicht.

Ludwig Schlick
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Eine Flagge mit dem Siegel der US-Börsenaufsichtsbehörde ist abgebildet und symbolisiert die Finanzaufsicht, während ein Adler einen Olivenzweig und Pfeile umklammert - ein Symbol, das auf allen Kryptomärkten bekannt ist.

Beitragsbild: Shutterstock

| Für Bitcoin und Ether kommen erstmals Produkte mit dreifachem Hebel

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am 2. Oktober eine Regeländerung der Börse Cboe BZX genehmigt. Damit darf diese sechs Produkte von Volatility Shares listen, die jeweils die dreifache Tagesentwicklung eines Basiswerts abbilden sollen. Darunter befinden sich ein 3x-Bitcoin-ETF und ein 3x-Ether-ETF, dazu kommen Produkte auf Gold, Silber, Rohöl und Erdgas.

Für den US-Markt ist das eine Premiere, denn bisher lag die Obergrenze bei Krypto-Hebelprodukten beim Faktor zwei. Volatility Shares betreibt dort bereits die Fonds BITX und ETHU. Die neuen Produkte halten keine Coins, sondern bilden die Entwicklung über Terminkontrakte an der Börse CME ab.

Gehandelt werden können sie allerdings noch nicht. Die Genehmigung betrifft allein die Börsenregel, zusätzlich muss die SEC die Registrierung für wirksam erklären.

Was der dreifache Hebel bedeutet

Da sich der Hebel ausschließlich auf einen einzelnen Handelstag bezieht, kann die Wertentwicklung über längere Zeiträume deutlich abweichen und teils sogar ins Gegenteil umschlagen.

Ein Rechenbeispiel: Steigt Bitcoin an einem Tag um zehn Prozent und fällt am nächsten um zehn Prozent, steht am Ende ein Minus von einem Prozent. Das Hebelprodukt gewinnt erst 30 Prozent und verliert dann 30 Prozent, womit es bei minus neun Prozent landet. Je stärker ein Kurs ohne klare Richtung schwankt, desto mehr zehrt dieser Effekt an der Rendite. Dazu kommen Kosten für der Terminkontrakte.

Volatility Shares benennt das Risiko im Verkaufsprospekt selbst. Das Produkt sei nicht für alle Anleger geeignet, als spekulativ einzustufen und komme nur für Personen infrage, die einen Totalverlust verkraften könnten.

Bloomberg-Analyst Eric Balchunas brachte die Zielgruppe auf X auf den Punkt: Gehebelte ETFs seien zum Handeln da, nicht zum Investieren.

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