Russland veröffentlicht weiße Liste der Krypto-Unternehmen

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die Russische Vereinigung für Kryptowährungen und Blockchain (RACIB) hat eine weiße Liste der Unternehmen aufgestellt, die kryptobezogene Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Währenddessen verzögert sich die Kryptoregulierung in Russland.

Während die Kryptoregulierung in Russland weiter auf sich warten lässt, wird man bereits an anderer Stelle aktiv, um die positive Auseinandersetzung mit Kryptowährungen zu fördern. So hat die Russische Vereinigung für Kryptowährungen und Blockchain (RACIB) eine weiße Liste erstellt, auf der sie vertrauenswürdige Firmen sammelt, die in den Bereichen Kryptomining, Krypto-Investment und Kryptomarketing tätig sind oder einen ICO gestartet haben.

Eine weiße Liste gegen Kryptobetrug


Die weiße Liste soll mit den positiven Gegenbeispielen zu betrügerischen Firmen dafür sorgen, dass man Kryptokriminelle das Handwerk legen kann. Wer vertrauenswürdige Unternehmen kennt und nutzt, kann sich vor Betrug und Diebstahl schützen. Seit Anfang dieses Jahres haben sowohl juristische Personen als auch Einzelpersonen in Russland mehr als 270 Millionen Rubel (ca. 3,72 Millionen Euro) durch Kryptobetrüger verloren. RACIB erläutert die Motivation hinter der weißen Liste:

„Die Liste der vertrauenswürdigen Unternehmen ermöglicht russischen und ausländischen Marktteilnehmern, ihre Arbeit auf vertrauenswürdigen Organisationen aufzubauen und das Betrugsrisiko bei der Gründung und Entwicklung von russischen oder ausländischen Unternehmen im Bereich Mining, Handel mit Kryptowährung, Blockchain-Technologie und ICO zu minimieren.“

Aktuell umfasst die weiße Liste mehr als 50 Unternehmen. Voraussetzung für die Aufnahme sei laut RACIB, dass die Unternehmen beziehungsweise Organisationen eine „freiwillige Verifizierung der Zuverlässigkeit“ durchgeführt haben. Entscheidend sind dabei die Kriterien „finanzielle Nachhaltigkeit, Erfahrung und geschäftliche Reputation, fehlende Gerichtsurteile, Verfügbarkeit von Lizenzen und Zertifikaten (falls erforderlich) [und] keine Rückstände von Steuern und Gebühren.“

30 weitere Bewerber werden derzeit überprüft. Jede juristische Person in Russland, die sich ebenfalls auf die weiße Liste setzen lassen möchte und einer entsprechenden Prüfung zustimmt, kann sich online bewerben. Auf der Website der RACIB heißt es dazu:

„Der durchschnittliche Zeitraum für die Überprüfung von Dokumenten beträgt 10 Tage. Zu diesem Zeitpunkt wird keine Verifizierung durch Dritte durchgeführt.“

Zukünftig will man auch Händler von Krypto-Assets, Mining-Hardware-Ausstatter sowie Mining-Farmen zertifizieren können. Entsprechende Tests befinden sich bereits in Entwicklung.

Wir sind gespannt, inwiefern sich die Bemühungen der RACIB auf die verzögerte Regulierung in Russland auswirken werden. BTC-ECHO bleibt am Ball!

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