Offchain Labs & Arbitrum: Lightning Network & mehr für Ethereum

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Offchain Labs & Arbitrum: Lightning Network & mehr für Ethereum

Je mehr Menschen Blockchains nutzen, desto mehr Daten müssen diese verarbeiten. Damit das möglich ist, muss das Skalierungsproblem gelöst werden. Das Projekt Arbitrum versucht das für Ethereum. Mit einer Finanzspritze von 3,7 Millionen US-Dollar steht dem baldigen Release nichts mehr im Wege. Von höherer Geschwindigkeit, niedrigeren Schwellen und dem Start-up Offchain Labs.

Es ist ein weiteres dieser Start-ups der Blockchain-Industrie, die sich ein großes Ziel gesteckt haben. Offchain Labs, ein Unternehmen aus New Jersey, steht kurz vor der Veröffentlichung von Arbitrum. Arbitrum kann man sich wie eine zweite Schicht vorstellen, die mit jeder Blockchain kompatibel ist, als zweite Ebene auf der ersten Ebene, also auf der eigentlichen Blockchain sitzt und etliche Vorteile bietet. Das junge Unternehmen darf sich nun über eine Finanzspritze von 3,7 Millionen US-Dollar freuen. Unterstützung bekam Offchain Labs neben anderen von Pantera Capital, ein Investor im Blockchain-Sektor.

Offchain Labs

Das Team hinter Offchain Labs ist hochdekoriert. Schließlich ist Ed Felton Mitbegründer, seines Zeichens Professor für Informatik an der Elite-Universität Princeton und ehemaliger CTO im Weißen Haus. Mit im Team sind außerdem einige promovierte Technokraten, darunter Steven Goldfeder und Harry Kalodner. Ed Felton zeigte sich bei einem Interview mit dem Nachrichtenportal cryptoninjas.net mehr als zuversichtlich:

Mit Arbitrum haben wir ein Protokoll kreiert, das als zweite Schicht auf jeder beliebigen Blockchain funktioniert und es dabei ermöglicht, Programme und Transaktionen off-chain zu prozessieren und zwar entweder mithilfe von Sidechains oder State Channels. Durch verbesserte Privatsphäre und Skalierbarkeit, gepaart mit geringeren Kosten für das Ausführen eines Smart Contracts, wird Arbitrum für Entwickler und Firmen von enormen Nutzen sein.

Wir glauben, dass dadurch eine neue Welle der Qualität, der Blockchain-Apps und der Dienstleistungen losgetreten wird. In Arbitrum schlummert das Potential, Blockchains zu verbessern, weil nicht nur die Geschwindigkeit um ein Vielfaches erhöht wird, sondern auch weil dadurch die Vertrags- und Informationsflut für Unternehmen und Individuen auf ein Minimum begrenzt wird, ohne dass Letztere das Big Picture aus den Augen verlieren. Entwickler können davon profitieren, weil es mit Ethereum kompatibel ist. So können sie Dienste, dApps oder Token von Ethereum zu Arbitrum schieben und dadurch die Vorteile [von Arbitrum] – bessere Privatsphäre und Skalierbarkeit – ausschöpfen.

Lightning für Ethereum

Das Paradebeispiel von State Channels im Off-Chain-Modus sind die privaten Zahlungskanäle im Lightning Network von Bitcoin. Dies ist nichts anderes ist als eine zweite Schicht auf der eigentlichen Bitcoin Blockchain. Wie dem Zitat zu entnehmen ist, handelt es sich bei Arbitrum primär um eine analoge Skalierungslösung für Ethereum. Diese soll zusätzliche Anreize für Programmierer und Unternehmen schaffen. Wie wichtig eine solche Lösung ist, haben wir in anderer Stelle eingefangen.

Wenn der Prototyp von Arbitrum an den Start geht, wolle Offchain Labs zunächst die Gaming-Industrie, Apps im Finanzwesen und zusammengeschlossene Blockchains ins Auge fassen, um Arbitrum im Markt zu etablieren. Etwas kleinere Brötchen sieht Joey Krug, stellvertretender Investitionsbeauftragter bei Pantera Capital, das Team von Offchain Labs backen:

Für Pantera [Capital] liegt eines der größten Probleme der Blockchain-Industrie in der Scaling-Debatte von dApps. Das Team hinter Offchain Labs hat mit Arbitrum eine neuartige Lösung für dieses Problem entwickelt. Wir sind ausgesprochen zuversichtlich, dass das Potential dieser Plattform dem dApp-Sektor auf die Sprünge helfen wird. Die einzigartigen Eigenschaften machen Arbitrum zu einer großartigen Lösung für das Skalierungsproblem. Arbitrum fungiert dabei als zweite Ebene.

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