Österreich: Interpol jagt Verdächtige wegen Bitcoin-Scam

Quelle: Symbol of law and justice, physical version of Bitcoin and Austria Flag via Shutterstock

Österreich: Interpol jagt Verdächtige wegen Bitcoin-Scam

Mehr als 10.000 Investoren sind Berichten zufolge einem Bitcoin-Scam in Österreich zum Opfer gefallen. Die österreichischen Behörden wenden sich bei der Suche nach Verdächtigen jetzt an Interpol. So soll die Fahndung auf ganz Europa ausgeweitet werden und die Betrüger gefasst werden.

Laut der österreichischen Zeitung Die Presse handelt es sich bei dem Vorfall um „einen der größten Kriminalfälle im Zusammenhang mit Bitcoin“, der sich bisher in Europa ereignet hat. Gemeint ist der Betrugsskandal um das Multi-Level-Marketing-System Optioment mit Sitz in Wien. Mehr als 10.000 Menschen sollen fälschlicherweise in das System investiert haben, was nun mit dem Verlust des investierten Geldes bestraft wurde.

Insgesamt soll die Schadenssumme bis zu 12.000 Bitcoin betragen – das entspräche nach aktuellem Stand einem Gegenwert von ungefähr 100 Millionen Euro. Die Betreiber von Optioment hatten potentiellen Investoren mit vielversprechenden Renditen eine schnelle Ausweitung ihres Portfolios schmackhaft gemacht; bis zu 4 % pro Woche hatten zwischenzeitlich im Raum gestanden. Im November letzten Jahres fand das Schauspiel dann jedoch ein jähes Ende und der Betrug fiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Im Januar brachte die österreichische Finanzmarktaufsicht Optioment bei der Staatsanwaltschaft wegen Betrug und Pyramidenspiel zur Anzeige. Seitdem wird nach den Verdächtigen gefahndet. Nachdem zunächst die österreichische Polizei mit den strafrechtlichen Ermittlungen beauftragt wurde, hat die Staatsanwaltschaft nun Interpol eingeschaltet. So soll nun in ganz Europa nach Geschädigten gesucht werden, in der Hoffnung, eine Spur der Verdächtigen aufzunehmen.

Neben Österreichern, die den größten Teil der Betrugsopfer ausmachen, sollen auch Polen, Deutsche, Rumänen und Türken zu den Investoren zählen, die einiges im Verlauf des Betrugs verloren haben. Die Finanzmarktaufsicht sucht momentan noch nach einem dänischen und einem lettischen Komplizen der österreichischen Betrüger-Bande.

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