Finanzierungsrunde Österreich: Bitpanda erhält 52 Millionen Dollar – auch von Peter Thiel

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

Bitpanda

Quelle: Bitpanda

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Geld gab es erst im April, nun überrascht das Wiener Krypto-Start-up Bitpanda mit einer neuen Finanzierung. Es erhält 52 Millionen US-Dollar – auch von Paypal-Gründer und Super-Investor Peter Thiel.

Bitpanda-Gründer Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer platzten wohl vor Stolz, nachdem sie jüngst die Seria-A-Finanzierung ihrer Krypto-Community verkündeten. 52 Millionen Dollar konnte sich das Wiener Start-up von Investoren sichern – die bisher größte Finanzierungsrunde eines österreichischen Start-ups in diesem Jahr, angeführt von Valar Ventures, dem New Yorker VC des milliardenschweren Deutsch-Amerikaners Peter Thiel. Neben Thiel machten auch auch der österreichische VC Speedinvest und weitere Geldgeber einiges an Kapital locker. 

Bitpanda: Ein Investment folgt dem nächsten

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Erst im August letzten Jahres sammelte der österreichische Bitcoin-Broker über ein Initial Exchange Offering 43,6 Millionen Euro für seinen Plattform-Token BEST ein. Im April diesen Jahres beteiligte sich dann der führende österreichische VC Speedinvest an der Wiener Krypto-Firma mit einem Betrag von unter zehn Millionen Euro. Das gemeinsame Ziel der beiden Firmen? Bitpanda und seine Handels-Plattform, auf der man neben Kryptowährungen auch Edelmetalle kaufen kann, weltweit expandieren lassen. Folglich wurden Wachstumsmärkte wie Frankreich, die Türkei und Spanien anvisiert, in denen die Plattform im April startete..

Offenbar wegen stark gestiegener Neukundenzahlen und der paneuropäischen Expansion haben nun Investoren die Wiener Krypto-Börse mit frischem Kapital versorgt. Ein Großteil des Geldes stammt von dem Risikofonds Valar Ventures. Mit dem hatte Star-Investor Peter Thiel in europäischen Märkten schon früh große Fintech-Hoffnungen identifiziert. Angefangen mit Transferwise, dem britischen P2P-Geldtransferdienst, der wie N26 mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet wird.

Thiel investiert mit Fintech-Fokus

Der gebürtige Frankfurter wird vcn der Tech-Szene teilweise kritisch beäugt, da er immer wieder als Berater im Hintergrund von US-Präsident Donald Trump vermutet wurde. Sein Händchen für erfolgreiche Investments bleibt jedoch unbestritten. Noch vor wenigen Jahren war das Portfolio an Start-ups aus seiner deutschen Heimat eine bunte Mischung aus Unternehmen verschiedenster Bereiche. Inzwischen fokussiert er sich bei seinen Investments fast ausschließlich auf FinTech und InsurTech. So wurde neben Transferweise auch in Trade Republic, N26, Stash oder Qonto investiert. Für den Investor ist dies eine Art „Coming Home“. Schließlich begann er seine Karriere 1999 mit der Gründung eines der wichtigsten Fintechs der Dotcom-Zeit, dem Online-Bezahldienst PayPal. Zudem hatte er auch bei Facebook direkt nach der Gründung der Social Media-Plattform seine Finger im Spiel.

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Noch ein (K)Einhorn

Es ist bisher noch nicht klar, wie viele Anteile von Bitpanda sich das Investment-Vehikel des Tech-Milliardärs geschnappt hat. Über eine Unternehmensbewertung gibt es derzeit auch noch keine näheren Informationen. Jedoch wurde der Unicorn-Status – eine Milliardenbewertung – den die 2014 gegründete Krypto-Börse angestrebt hat, vermutlich nicht erreicht. Im Zuge der Investmentrunde wird Andrew McCormack von Valar Ventures in den Vorstand des Krypto-Brokers aufgenommen. Mit der Finanzspritze soll der Mitarbeiterstab auf 300 anwachsen, derzeit sind etwa 70 Stellen ausgeschrieben.

Das Investment von Valar Ventures ist ein starker Vertrauensbeweis in Bitpanda und unsere Unternehmensvision – schließlich kommt es direkt von einem der weltweit bedeutendsten Investoren in aufstrebende Technologieunternehmen,

so Bitpanda CEO Demuth in einer Aussendung. Die Unternehmensvision beschreibt er wie folgt:

Bei Bitpanda setzen wir auf branchenführende Technologien, erschaffen damit innovative Produkte, die die Finanzwelt demokratisieren. Unsere Mission ist hierbei, wirklich jedem einen fairen Zugang zum Finanzmarkt zu ermöglichen – völlig unabhängig vom individuellen finanziellen und kulturellen Hintergrund.

Bitpanda springt auf den DeFi-Trend auf

Bitpanda hat sich zuletzt auf den Trend der „Decentralized Finance“ (DeFi) konzentriert und sechs DeFi-Token ihrem Investmentportfolio hinzugefügt. Dies umfasst mitunter Uniswap (UNI), yearn.finance (YFI) und Synthetix Network Token (SNX). Folglich ist das Start-up genau rechtzeitig in den boomenden DeFi-Bereich eingestiegen. 

Bei Bitpanda legen wir großen Wert darauf, unseren Nutzern die aktuellsten und im Trend liegenden Assets, deren Nachfrage besonders hoch ist, anzubieten,

heißt es in einem Blog-Eintrag.

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