Youbit – Noch eine gehackte südkoreanische Börse
Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: South Korea hacker. Computer with binary computer code and Korean flag on the screen. Internet and network security. Cyber attack. via Shutterstock

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Die südkoreanische Krypto-Börse Youbit hat ihren Dienst abgeschaltet und am Dienstag mitgeteilt, dass sie Bankrott anmelden muss. Das ist eine Reaktion auf den zweiten Angriff in diesem Jahr.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erlitt die Börse bereits im April einen Angriff, bei der ihr 4.000 Bitcoin gestohlen worden sind. Genau wie bei dem kürzlichen Angriff auf Bithumb verdächtigt man auch hier nordkoreanische Hacker.


Youbit hat nun auf seiner Homepage verkündet, dass die Angreifer 17 % der Inhalte der gesamten Börse stehlen konnten. Als Reaktion darauf gaben sie an, dass alle Anlagen ihrer Nutzer zunächst in verringerter Form zurückgegeben werden. So soll jeder der Nutzer zunächst 75 % seines Besitzes zurückbekommen, bis weitere Klärung eintritt. Außerdem wurden alle Transaktionen angehalten.

Um weitere Schäden einzudämmen, wollen die Inhaber der Seite die Firmenrechte verkaufen. Weiterhin erhoffen sie sich eine Auszahlung einer Versicherungssumme, um letztendlich die 25 % verbleibenden Prozent an die Nutzer auszahlen zu können.

Ein Vertreter der Korea Internet & Security Agency hat in einem Statement dazu angegeben, dass man sich umgehend um den Fall kümmere und Investigationen eingeleitet werden.

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Solche Angriffe lassen im ersten Moment an der Sicherheit von Kryptowährungen zweifeln. Wie im Fall von der marktführenden südkoreanischen Börse bithumb lagen die Probleme auch hier viel mehr bei schlecht gesicherten Daten und Servern. Die Verantwortlichkeit lag daher ganz klar bei den Betreibern der Börse – nicht an der Sicherheit der Kryptowährungen an sich.

Sonstige Lage für Kryptowährungen

Auch ansonsten bietet der südliche Nachbar des mysteriösen Regimes um Kim Jong Un nicht gerade die freundlichste Umgebung für Kryptowährungen. So wurde zum Beispiel erst kürzlich verkündet, dass ICOs verboten und Krypto-Geschäfte besteuert werden sollen. Darüber hinaus verbieten die Behörden Derivat-Geschäfte. Nicht zuletzt glaubt der südkoreanische Premierminister Lee-Nak Yeon, dass Kryptowährungen die Jugend korrumpieren. Davon unbeeindruckt trat die NH Bank aus der Metropolregion Seoul erst kürzlich dem R3 Konsortium bei – die Blockchain-Technologie an sich wird also durchaus wertgeschätzt.

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