Mitten im Krypto-Winter 

Worst Case für Ethereum: So tief könnte der ETH-Kurs noch fallen

Müssen sich Ethereum-Anleger 2026 auf weitere Verluste einstellen? Drei Top-KI-Modelle prognostizieren das mögliche Krisenszenario für ETH.

Tobias Zander
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Ethereum-Münze vor rotem Hintergrund

Beitragsbild: Fotomontage I Shutterstock

| Für Ethereum wird 2026 ein richtungsweisendes Jahr

Die Frustration in der Ethereum-Community wächst. Während Bitcoin im Oktober ein neues Allzeithoch markierte, blieb ETH im Bullenmarkt 2024/2025 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Selbst aggressive Käufe durch Treasury-Firmen wie BitMine konnten den Kurs nach dem plötzlichen Krypto-Wintereinbruch kaum stützen. Stattdessen wackelt nun sogar wieder die Marke von 2.000 US-Dollar. Warum tut sich Ethereum so schwer und wie groß ist das Abwärtspotenzial im Bärenmarkt? BTC-ECHO hat ChatGPT, Gemini und DeepSeek um konkrete Prognosen gebeten, inklusive möglicher Worst-Case-Szenarien.

Kein neues Ethereum-Allzeithoch seit 2021

Dass die zweitgrößte Kryptowährung im zurückliegenden Bullenmarkt kein neues Allzeithoch schaffte, erklärt ChatGPT vor allem mit einem Wahrnehmungsproblem: “Bei Bitcoin war die Story sofort glasklar, bei Ethereum deutlich schwerer zu verkaufen.” Die Spot ETFs starteten dementsprechend schwächer, weil ETH für viele traditionelle Anleger komplizierter wirkte und der Konkurrent Solana zugleich das Tempo und den Retail-Hype auf sich zog.

Hinzu kommt laut dem OpenAI-Chatbot ein weiteres Problem: “Ethereum wurde zwar effizienter, aber hat auch einen Teil seiner Kursfantasie verwässert.” Für den Bärenmarkt gelte daher, dass eher “mit einer zähen Schwächephase” bis in den Sommer zu rechnen sei als mit einer schnellen Trendwende.

“Während Bitcoin als digitales Gold und Solana als Hochleistungs-Netzwerk klare Narrative bedienen, steckt Ethereum in einer Identitätskrise zwischen Layer-1-Sicherheit und Layer-2-Fragmentierung fest”, ergänzt Gemini. Dass Wall Street lange Zeit nur mäßiges Interesse zeigte, führt der Google-Chatbot auf die komplexere Story zurück: “Ethereum ist kein reiner Store of Value und die institutionelle Adoption braucht Zeit, um das Zusammenspiel von Staking-Yields und deflationären Mechanismen zu diskontieren.”

Für die kommenden Monate prognostiziert Gemini eine Fortsetzung des Krypto-Winters. Erst wenn die vielen Layer-2-Lösungen wie Arbitrum oder Optimism “spürbaren wirtschaftlichen Wert zurück in das Hauptnetz von Ethereum pumpen, dürfte die Durststrecke enden”, so das Zwischenfazit.

Perplexity zufolge unterschätzt der Markt aktuell jedoch, wie stark ETH von der fortschreitenden Institutionalisierung profitieren kann: “Mit Produkten wie Treasury-basierten Renditemodellen entsteht erstmals eine Brücke zwischen Ethereum-Staking, Real-World-Assets und klassischem Zinsmarkt”. Das schaffe eine stabilere Nachfragebasis jenseits von kurzfristigen Hypes. Aus Sicht von Perplexity wirkt der aktuelle Bärenmarkt daher eher wie eine Übergangsphase zu einem stärker Cashflow-getriebenen ETH-Narrativ.

So tief könnte der ETH-Kurs noch fallen

Und wie steht es um die kurzfristige Performance? Ob ETH im Bärenmarkt noch tiefer fällt, hängt laut ChatGPT vor allem daran, ob die Marke von 2.000 US-Dollar im Frühjahr verteidigt wird: “Bricht sie klar, wäre bis Mai oder Juni 2026 auch ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 1.600 und 1.800 US-Dollar realistisch.” Eine tragfähige Erholung sei am ehesten ab dem Sommer denkbar, wahrscheinlicher aber erst im dritten Quartal 2026. “Dafür braucht es frische ETF-Zuflüsse, bessere Stimmung an den Märkten und wieder eine überzeugende Ethereum-Story, die Anleger zurück in ETH zieht”, erklärt das OpenAI-Modell. Daher müssen ETH-Hodler ihre Geduld unter Beweis stellen.

Auch Gemini zufolge hängt die Bodenbildung an der Marke von 2.000 US-Dollar. “Sollte der ETF-Verkaufsdruck im April jedoch anhalten, ist ein Test der 1.800 US-Dollar als Sicherheitsnetz wahrscheinlich”, prognostiziert die Google-KI. Im Worst-Case-Szenario sieht der Chatbot sogar Kurse um 1.500 US-Dollar, falls die erhoffte Gebühren-Zufuhr durch Layer-2-Netzwerke länger ausbleibt. Eine echte Wende könnte dann im dritten Quartal 2026 folgen. “Der Wendepunkt kommt durch sinkende US-Leitzinsen und den technologischen Reifeprozess der Layer-2s”, erklärt Gemini.

Perplexity wiederum sieht Ethereum derzeit in einer “verletzlichen, aber kontrollierten” Lage. Die KI schätzt, dass der Spielraum nach unten grob bis in eine Zone um 1.600 US-Dollar reichen kann, in echten Stressphasen auch etwas darunter. “Solange die Zinsen hoch bleiben und ETF-Zuflüsse schwanken, dominiert ein seitwärts bis abwärts gerichteter Markt”, betont Perplexity. Eine echte Erholung sei ab 2027 realistisch, wenn sich das Zinsumfeld entspannt, die On-Chain-Aktivitäten wachsen und die Spot ETFs konsistent Kapital anziehen.

Ethereum Blockchain versus ETH-Kurszuwächse

Selbst, wenn Ethereum bei der RWA-Tokenisierung institutionell an Bedeutung gewinnt, ist “ein Automatismus für den ETH-Kurs” daraus keineswegs abzuleiten. ChatGPT hält vielmehr ein Szenario für realistisch, in dem die Blockchain als technische Basis profitiert, der Coin aber trotzdem hinter den Erwartungen zurückbleibt: “Erfolg auf Infrastrukturebene heißt nicht automatisch Erfolg auf Preisebene.”

Treasury-Firmen wie BitMine könnten diese Lücke zwar zeitweise kaschieren, weil sie Kapital und Schlagzeilen liefern, doch “solche Vehikel sind eher Verstärker als Fundament”. Ein ETH-Kurs von über 10.000 US-Dollar, wie ihn Tom Lee prognostizierte, wäre daher im nächsten Bullenmarkt ab 2027 zwar möglich, aber bleibt eher unwahrscheinlich.

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“Ethereum festigt seinen Status als Vorreiter der Tokenisierung, doch der ETH-Kurs entkoppelt sich zunehmend von dieser Dominanz”, gibt auch Gemini zu Bedenken. Laut der Google-KI unterstreichen Daten von BlackRock, wonach 65 Prozent der RWA-Transaktionen über Ethereum laufen, zwar die technologische Vormachtstellung, garantieren aber keinen Preissprung.

“Wir sehen eine paradoxe Situation: Das Netzwerk wickelt über 50 Prozent des Stablecoin-Volumens ab und lässt Konkurrenten wie Tron weit hinter sich, doch durch effiziente Layer-2-Lösungen bleibt der ETH-Burn-Effekt minimal”, so der Chatbot. Treasuries wie BitMine oder SharpLink hätten daher eine Schlüsselrolle als Liquiditäts-Anker: “Diese Akteure professionalisieren die Infrastruktur im Bärenmarkt 2026 weiter”, erklärt Gemini. Im kommenden Bullenmarkt seien sie die Wegbereiter, damit die Billionen-Dollar-Welle der Institutionen dem ETH-Kurs tatsächlich zugute kommen kann.

Perplexity sieht ebenso Szenarien, in denen Institutionen zwar die Plattform massiv nutzen, aber eine Entkopplung mit der Kursentwicklung stattfindet. “Die Tokenisierung kann wachsen, ohne dass daraus automatisch eine spekulative ETH‑Rallye folgt”, gibt der Chatbot zu bedenken. Riskant könnte die Treasury-Situation zudem im laufenden Bärenmarkt werden, wenn die ETH-Firmen unter Liquiditäts‑ oder regulatorischen Druck geraten und ihre Bestände teilweise abstoßen müssen. Das große Volumen könnte dann die Ethereum-Korrektur zusätzlich verlängern, statt den Kurs zu stützen.

Ethereum stehen schwierige Monate bevor

Unterm Strich bleibt Ethereum laut den drei Top-KIs vorerst ein Problemfall, wenn auch einer mit Potenzial. Das Narrativ ist derzeit schwach und ein Rücksetzer auf 1.800 oder sogar 1.500 US-Dollar daher im Bereich des Möglichen. Dennoch ist das Netzwerk in Hinblick auf RWA-Tokenisierung und institutionelle Anwendungen weiter stark positioniert. Sollte als Konsequenz daraus in den kommenden Jahren wieder mehr Kapital in ETH fließen, könnte die aktuelle Schwächephase im Rückblick als wichtiger Wendepunkt erscheinen. Einen technischen Ausblick für das laufende Jahr findet ihr hier: “Ethereum 2026: Warum jetzt die entscheidende Phase beginnt“.

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient ausschließlich zu InformationszweckenKI-Modelle liefern keine Prognosen mit Gewissheit

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