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Who's next? Wird dieses Land das nächste El Salvador?

El Salvador hat mit der Legalisierung von Bitcoin international für Schlagzeilen gesorgt. Nun eifert ein kleiner Pazifikstaat dem mittelamerikanischen Land nach.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Tonga

Beitragsbild: Shutterstock

Seit El Salvador im September Bitcoin zur offiziellen Staatswährung erklärte, rückte das Land in den medialen Fokus. Seitdem verfolgt die Welt mit regem Interesse, das Währungsexperiment in Mittelamerika. BTC-ECHO machte sich über die Lage vor Ort selbst ein Bild – mehr dazu im aktuellen Kryptokompass. Den großen Vorteil der Legalisierung betonte die Regierung um Präsident Bukele dabei unter anderem in der Möglichkeit, günstig Überweisungen (sogenannte Remittance) von der salvadorianischen Diaspora zu empfangen.

Das Beispiel El Salvador könnte sich nun auch auf andere Remittances-abhängige Länder ausweiten. Ganz vorne mit dabei: die parlamentarische monarchie Tonga. Der ehemalige tongaische Abgeordnete Lord Fusitu’a bestätigte auf Nachfrage eines Twitter-Nutzers, dass der Archipel plane, Bitcoin zur Staatswährung zu erheben. Den genauen Zeitpunkt der Einführung schätzte der Parlamentarier auf Oktober nächsten Jahres:

Schritt 2 – Gesetzliches Zahlungsmittel = Das Parlament öffnet im Juni für den Haushalt bis Juli, im August gibt es Besuche in den Wahlkreisen, im September folgt das Gesetzespaket der Regierung und dann geht es los. Also Oktober 2022. Vulkan-Mining soll danach folgen.

Lord Fusitu’a auf Twitter

Bisher ist El Salvador das einzige Land, dass mittels eines Geothermiekraftwerks Energie aus Vulkanen nutzt, um Bitcoin-Mining zu betreiben. Geologisch gesehen böte sich in Tonga mit seinen 18 (submarinen) Vulkanen ein ähnlicher Schritt an.

Raus aus der Abhängigkeit von Fiat-BIP-Transaktionen

Ebenso wie El Salvador ist auch der Inselstaat stark abhängig von Überweisungen aus dem Ausland. Laut Daten der Weltbank trugen die Gelder im Jahr 2019 etwas über 37 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Bisher sind Emigranten vor allem auf Transaktionsdienstleister wie MoneyGram oder Western Union angewiesen – bei teils exorbitanten Gebühren im zweistelligen Prozentbereich. Ein Problem, das sicherlich viele Einwohner Tongas finanziell belasten dürfte. Deshalb sieht Lord Fusitu’a die Befreiung von der Abhängigkeit von Fiat-BIP-Remittance als ersten wichtigen Schritt.

Schritt 1 – Ersetzen der Abhängigkeit von Fiat-BIP-Überweisungen durch Bitcoin auf Lightning, das bereits im Einsatz ist.

Lord Fusitu’a auf Twitter

Allgemein ernten die Bestrebungen des Inselstaats viel Zuspruch aus der Krypto-Community. Immer wieder liest man auf Twitter vom “El Salvador des Pazifiks”. Ob die Erhebung von Bitcoin zur Staatswährung dabei tatsächlich bereits im Oktober 2022 vollzogen werden kann, wird sicherlich auch davon abhängen, wie intensiv das Parlament seine Bestrebungen vorantreiben wird.

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