Muss Strategy (ehemals: MicroStrategy) bald noch mehr Bitcoin mit Verlust verkaufen? Wird die Vorzugsaktie Stretch jemals wieder auf 100 US-Dollar steigen? Ist die Bitcoin-Treasury-Strategy von Michael Saylor komplett gescheitert? Alles das sind Fragen, mit denen sich der 61-jährige US-Unternehmer in den vergangenen Wochen konfrontiert sah – und die durch die laufende Krypto-Erholungsrallye zumindest vorerst vom Tisch gefegt wurden. Im Moment des Schreibens notiert der BTC-Kurs bei 76.800 US-Dollar, ein Kurszuwachs von stolzen 23 Prozent gegenüber der Vorwoche. Die Folgen für Michael Saylor und MSTR sind äußerst positiv.
Erstmals in diesem Sommer darf sich die größte Treasury-Firma der Welt wieder über grüne Zahlen im Bitcoin-Portfolio freuen, denn Strategy erwarb seine 840.447 BTC seit August 2020 zu einem Durchschnittspreis von 75.385 US-Dollar. Die Gesamtanschaffungskosten belaufen sich auf rund 63,36 Milliarden US-Dollar, sodass der größte Corporate-Holder der Welt nun ein Plus von 1,19 Milliarden US-Dollar in den Büchern zu stehen hat.
Strategy-Aktie im Einklang mit Bitcoin
Zuletzt geriet Saylor auch innerhalb der BTC-Community in die Kritik, weil er mit dem “Hodl-forever”-Narrativ brach und darüber hinaus neue MSTR-Stammaktien zur Erhöhung der Dollarreserve ausgab, was eine Verwässerung der Altaktionäre mit sich brachte. Doch nun zeigt sich die Strategy-Aktie wieder von ihrer besten Seite. Im Vergleich zur Vorwoche konnte das MSTR-Wertpapier um 28,3 Prozent gen Norden klettern und handelt nun knapp vor der 120 US-Dollarmarke.
Damit liegt die Treasury-Aktie auf kurze Sicht sogar leicht vor Bitcoin, hat im laufenden Handelsjahr allerdings noch Aufholpotenzial. Seit Anbruch des Jahres 2026 verlor die Krypto-Leitwährung 13 Prozent, die führende Treasury-Firma dagegen rund 24 Prozent. Viele Anleger betrachten MSTR als ein gehebeltes Bitcoin-Investment, das entsprechend je nach Marktphase in beide Richtungen ausschlagen kann.
