Finanzpolster wächst 

Keine neuen Bitcoin für Strategy – Michael Saylor setzt andere Prioritäten

Strategy verzichtet eine weitere Woche auf neue Bitcoin-Käufe und sammelt stattdessen frisches Kapital ein. Die US-Dollar-Reserve wächst damit auf ein neues Niveau.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Michael Saylor

Beitragsbild: picture alliance

| Strategy ist der mit Abstand größte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit

Strategy hat in der vergangenen Woche keine Bitcoin gekauft oder verkauft und damit erstmals wieder eine Pause bei seinen Transaktionen eingelegt. Stattdessen verkaufte das Unternehmen vom 10. bis 16. August insgesamt 3.358.866 eigene MSTR-Aktien und nahm damit rund 333,7 Millionen US-Dollar ein. Ein Teil dieses Kapitals floss anschließend in Dividendenzahlungen und den Rückkauf von Vorzugsaktien.

Weitere 149,1 Millionen US-Dollar nutzte Strategy, um seine US-Dollar-Reserve auf mittlerweile 4,8 Milliarden US-Dollar auszubauen. Damit schafft sich das Unternehmen zusätzlichen finanziellen Spielraum, während der Bitcoin-Bestand unverändert bei 840.447 BTC liegt. Zum aktuellen Kurs sind die Bestände rund 53,4 Milliarden US-Dollar wert, angeschafft wurden sie allerdings für insgesamt etwa 63,4 Milliarden US-Dollar.

Bitcoin-Bestand bleibt vorerst unverändert

Der durchschnittliche Kaufpreis der von Strategy gehaltenen BTC liegt bei 75.385 US-Dollar. Bei einem Bitcoin-Kurs von zuletzt rund 63.500 US-Dollar sitzt das Unternehmen damit auf nicht realisierten Verlusten von knapp zehn Milliarden US-Dollar. Mit seinen 840.447 BTC kontrolliert Strategy weiterhin rund vier Prozent der maximal verfügbaren Bitcoin-Menge von 21 Millionen BTC.

Michael Saylor verzichtete am Wochenende auch auf sein übliches Bitcoin-Tracker-Update. In der Vergangenheit deuteten seine sonntäglichen Beiträge häufig auf neue Käufe hin.

Im Rahmen des neuen Digital Credit Capital Framework kann Strategy Bitcoin im Wert von bis zu fünf Milliarden US-Dollar monetarisieren. Das Kapital darf unter anderem für die US-Dollar-Reserve, Dividenden, Zinszahlungen und Wertpapierrückkäufe verwendet werden. Für Rückkäufe der eigenen Stammaktien sowie bestimmter Wertpapiere wurden ebenfalls Programme von jeweils bis zu einer Milliarde US-Dollar genehmigt.

Ein weiteres Thema bleibt ein möglicher Ausschluss aus wichtigen MSCI-Indizes. Eine derzeit diskutierte Methodik für nicht operativ tätige Unternehmen hätte bei einer Simulation mit Daten vom Mai 2026 dazu geführt, dass Strategy aus dem MSCI ACWI IMI gestrichen worden wäre. Für Anleger dürfte daher neben möglichen weiteren Bitcoin-Transaktionen auch entscheidend sein, wie MSCI seine neuen Regeln am Ende ausgestaltet.

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