US-Politik als Kurstreiber? 

Ripple-CEO im Weißen Haus: XRP-Kurs schnellt nach oben

Eben noch wackelte die 1 US-Dollarmarke, jetzt kann der XRP-Kurs stark zulegen. Diese Rolle spielen Donald Trump und die Ripple-Indexfonds.

Tobias Zander
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Brad Garlinghouse und Donald Trump

Beitragsbild: B. Garlinghouse

| Pflegten schon Anfang 2025 einen guten Kontakt: Ripple-CEO Brad Garlinghouse und US-Präsident Donald Trump

Noch vor wenigen Tagen drohte der XRP-Kurs nachhaltig unter die psychologisch wichtige Marke von 1 US-Dollar zu rutschen. Doch nun scheint das Unglück vorerst abgewendet: Nach einem Krypto-Treffen im Weißen Haus am gestrigen Mittwochabend, bei dem Donald Trump unter anderem Ripple-CEO Brad Garlinghouse empfing, steigt XRP schlagartig auf 1,13 US-Dollar, was einen Kurszuwachs von 12,4 Prozent gegenüber dem Vortag bedeutet. Die Ansagen des amtierenden US-Präsidenten hatten es in sich.

Unter anderem forderte Trump den Kongress auf, zeitnah eine “faire Fassung” des Clarity Acts zu verabschieden, weil dies den Weg für die nächste Krypto-Innovationswelle ebnen könne. Darüber hinaus erwäge die US-Regierung den Kauf “beträchtlicher Mengen an Bitcoin” und wolle sich fortan noch stärker zugunsten der Krypto-Industrie einsetzen.

Zuletzt kam es zu mehreren zeitlichen Verzögerungen beim US-Krypto-Gesetz, das auch der Ripple-CEO vehement befürwortet. Schon seit Jahren setzen er und seine Firma sich für eine transparentere Regulierung ein, die Krypto-Unternehmen und Finanzinstituten eine Geschäftstätigkeit in den USA erleichtern könnte. Der jahrelange Rechtsstreit um XRP mit der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hatte Ripple Labs bis 2025 beschäftigt.

In einem neuen X-Post gibt sich Garlinghouse optimistisch: “Das Gesamtbild war noch nie so klar: 67 Millionen Amerikaner besitzen heute Kryptowährungen (das ist fast jeder Vierte!). Kryptowährungen sind keine Randerscheinung mehr.” Außerdem wisse man in Washington, D.C., inzwischen sehr wohl, dass die Krypto-Wähler existieren. Die Zukunft sehe vielversprechend aus, vor allem aufgrund des “unglaubliche Engagements” dieses US-Präsidenten für Innovation und Führungsstärke im Krypto-Bereich.

Zusätzliche Unterstützung bekam der Ripple Coin von den XRP Spot ETFs, welche am vergangenen Handelstag insgesamt nach Angaben von SoSoValue Nettozuflüsse in Höhe von 2,35 Millionen US-Dollar verzeichneten. Mittlerweile halten die Indexfonds von Bitwise, Franklin, Canary Capital, 21Shares und Grayscale zusammengerechnet XRP im Wert von 1,01 Milliarden US-Dollar.

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