Yasutaka Nakamoto Was wissen die Escobars über Satoshi Nakamoto?
Dana Hajek

von Dana Hajek

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Quelle: Shutterstock

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Gerüchten zufolge ist Yasutaka Nakamoto – ein Drogenschmuggler der Familie Escobar – nicht nur der Bruder von Dorian Nakamoto, sondern auch einer der Erschaffer von Bitcoin. Dies behauptet zumindest Olof Kyros Gustaffson, das Verbindungsstück zwischen Familie Escobar und dem Bitcoin.

Wer ist Yasutaka Nakamoto? Laut Olof Kyros Gustaffson, CEO des familieneigenen Unternehmens Escobar Inc. und Vertrauter der Escobar-Familie, sei Yasutaka Nakamoto ein hochrangiger Ingenieur für Pacific West Airlines gewesen. Darüber hinaus war er in kriminelle Geschäfte mit dem kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar involviert. Er hätte in den Neunzigern Drogen aus Südamerika in die USA geschmuggelt.


Yasutaka verschwand 1992 vollständig aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit und tauchte angeblich Jahre später wieder auf, um Bitcoin zu erschaffen, heißt es Gustaffson zufolge. Der Ingenieur hätte sich das umfangreiche technische Wissen über Mikroprozessoren und Halbleiter zur Erschaffung von Bitcoin über seine Arbeit angeeignet.

Das Rätsel um Yasutaka Nakamoto

Gustaffsons Argumentation basiert auf einem Nachrichtenartikel der Los Angeles Times vom 1. Oktober 1992. Dort entdeckte ein Bombenkommando der Polizei eine Rohrbombe unter dem Fahrersitz eines Autos der Parkanlage des ehemaligen Rüstungskonzerns Hughes Aircraft. Der Fahrer hieß Yasutaka A. Nakamoto. In dem Artikel wird folgende Situation beschrieben:

Hughes-Angestellter Yasutaka A. Nakamoto, 39, dachte zunächst, jemand wäre in sein Auto eingebrochen, nachdem er eine kaputte Fenster entdeckte, sagte Sergeant Andy Gonis. Dann fand er die Vorrichtung unter seinem Sitz.

Die Polizei weigerte sich damals Einzelheiten über die Bombe öffentlich zu machen. Genauso wenig gab sie Aufschluss darüber, warum ausgerechtnet ein Flugzeugingenieur das Ziel eines Bombenattentats darstellte, heißt es in dem Nachrichtenartikel weiter.

Laut Gustaffson sei dieser Attentatsversuch das Ende der illegalen Zusammenarbeit zwischen Nakamoto und Escobar gewesen. Kurz darauf verschwand Yasutaka Nakamoto von der Bildfläche.

Das Comeback von Dorian Nakamoto

Infolge eines Newsweek Nachrichtenartikels vom 3. Juni 2014 wurde Dorian Nakamoto kurzzeitig als der Mann hinter Bitcoin gehandelt. Nakamoto dementierte allerdings seine Beteiligung an der Erschaffung Bitcoins.

Laut eines Eintrags im US-Telefonbuch Whitepages stimmen das Alter und der Wohnort eines Dorian S. Nakamoto tatsächlich mit dem von Dorian überein. Dabei werden auch weitere sechs Verwandte gelistet, einschließlich Yasutaka A. Nakamoto. Dies sei der Nakamoto, nach dem alle suchten, so Gustaffson.


Wir glauben, dass sein zweiter Vorname Akiko ist, und dass er später den Namen Akiko annahm. Ein Mann mit dem Namen Akiko war an Dorians Adresse in Kalifornien registriert

Zwar stimmt es, dass ein Yasutaka A. Nakamoto an derselben Adresse wie Dorian im US-Telefonbuch angeführt ist; allerdings können die Einträge problemlos auch durch Dritte manipuliert worden sein.

Wie viele Spekulationen über Satoshi Nakamoto, ist auch diese weitere Geschichte über Yasutaka nach wie vor beweiskräftig, geschweige denn glaubwürdig. Die einzige Quelle, die Informationen darüber wahrscheinlich bestreiten oder bestätigen könnte, wäre – neben Yasutaka selbst – Dorian Nakamoto, von dem Gustaffson behauptet, er sei Yasutakas Bruder.

Die Verstrickung der Escobars in Bitcoin

Das Gerücht über eine Verstrickung der Escobar-Familie mit dem Bitcoin-Erfinder, der sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto versteckt, kommt nicht von ungefähr. Die Familie hat sich unter dem Unternehmen Escobar Inc., eine multinational agierende Holdinggesellschaft mit Sitz in Medellín, Kolumbien, schon seit einiger Zeit mit Kryptowährungen versucht. Zum Beispiel lancierten sie das „Diet- Bitcoin“-Projekt, eine Abspaltung der Bitcoin-Blockchain, die letztes Jahr auf den ERC-20-Standard von Ethereum umgestellt wurde.

Pikant ist hierbei, dass die Londoner Firma Coin Legal Ltd. im vergangenen Jahr (vergeblich) versucht hat, Bitcoin als Marke beim United States Patent and Trademark Office eintragen zu lassen. Der Leiter des Unternehmens ist Olof Kyros Gustafsson, CEO der Escobar Inc. Unterzeichnet wurde der Patentantrag allerdings von Roberto de Jesús Escobar Gaviria, Gründer der Escobar Inc. und Bruder des Kokain-Königs Pablo Escobar. Kann somit eine direkte Verbindung zwischen der Firma, die Bitcoin registrieren ließ und der Firma, die den Escobars gehört hergestellt werden?

Wer ist der wahre Satoshi?

Die Antwort bleibt ungeklärt. Gustaffson wolle mit dieser Geschichte vielmehr beweisen, dass Craig Wright, der selbsternannte Satoshi Nakamoto, nicht der offizielle Erfinder des Bitcoin ist. Wright versuchte seit Jahren wiederholt diesen Titel vor dem United States Patent and Trademark Office für sich zu beanspruchen. 2019 erhielt er zwar das Urheberrecht von Bitcoin, verlor es kurz darauf aber wieder an Coin Legal Ltd.

Nichtsdestotrotz bleiben die Escobars in ihren Annahmen fragwürdig. 2018 behauptete der Escobar-Bruder beispielsweise schon, Satoshi habe ihn persönlich um Hilfe beim Aufbau von Bitcoin gebeten. Andere Male behauptete Escobar gegenüber VICE, er sei einem US-Regierungsagenten begegnet, der sich als Satoshi Nakamoto ausgab, woraufhin er zu dem Schluss kam, dass die US-Regierung Bitcoin selbst erfunden habe. Zudem glaubte er ferner, dass die US-Regierung eines Tages durch den Verkauf aller Bitcoins von Nakamoto den Markt vollständig zum Einsturz bringen wird.

Darüber äußerte er sich auch in seinem Buch „Pablo Escobars Dietbitcoin: Die wahre Geschichte von Roberto Escobar”


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