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Größtes Upgrade der Krypto-Geschichte Warum die Umstellung von Ethereum auf Proof-of-Stake bullish ist

Für Ethereum (ETH) ist die Umstellung auf Proof of Stake das fundamental bullishste Ereignis seit langem – diese Folgen hat das Upgrade.

Leon Waidmann
 |  Lesezeit: 5 Minuten
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Ethereum

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Bullen versuchen Ethereum (ETH) erneut gen Norden ausbrechen zu lassen.

Nach Jahren der Entwicklung ist es fast so weit. Im dritten Quartal 2022 soll die Ethereum Blockchain von Proof of Work (PoW) auf Proof of Stake (PoS) umgestellt werden.

Erst letztes Wochenende haben die Entwicklerteams PoS mit einer Shadow Fork auf dem ETH Mainnet getestet. Der Test war erfolgreich und für die Ether Community war das ein weiterer wichtiger Meilenstein.

Sobald das offizielle Datum für den Wechsel von Ether zu Proof-of-Stake (The Merge) bekannt ist, ist es wahrscheinlich, dass in der nächsten Zeit alle Augen auf ETH gerichtet sind. Fundamental verändert sich dadurch nämlich einiges. Im Folgenden schauen wir uns deshalb an, warum davon auszugehen ist, dass “The Merge” bullish für Ether ist.

1. Ethereum wird umweltfreundlich

Der Energieverbrauch von Ethereum ist in den letzten Jahren extrem gewachsen.

Ethereum Energy Consumption
Quelle: digiconomist.net, Ethereum Energieverbrauch

Mittlerweile kommt ETH auf einen Energieverbrauch von über 110 TWh pro Jahr. Das ETH-Netzwerk verbraucht damit so viel Energie im Jahr, wie die gesamten Niederlande, um sein Netzwerk zu sichern.

Ethereum
Quelle: digiconomist.net, Ethereum ökologischer Fußabdruck

Darüber hinaus zeigen Daten von Digiconomist, dass eine einzige Ethereum-Transaktion 269.07 kWh kostet. Das entspricht dem Neun-Tage-Energieverbrauch eines gesamten US-Haushalts.

Mit dem Übergang zu Proof of Stake sinkt der Energieverbrauch des ETH-Netzwerks auf nahezu Null. Ethereum-Entwickler Carl Beekhuizen zufolge fällt der Energieverbrauch durch die Umstellung um 99,95 Prozent.

Das stellt einen gigantischen Gewinn für das Image von Ethereum im Mainstream dar. Beispielsweise sind Behauptungen, dass Non-fungible Token (NFTs) und Decentralized Finance (DeFi) die Umwelt zerstören, dank PoS nicht mehr haltbar. Zudem führt die Beseitigung von Umweltbedenken bei einer Investition in ETH dazu, dass insbesondere Großanleger, die beispielsweise ESG-Mandate einhalten müssen, erneut bedenkenlos in Ether investieren dürfen.

Mit Proof of Stake erhält Ethereum daher eine Art ESG-Gütesiegel, sodass neuem Kapital von Großanlegern Tür und Tor geöffnet sind.

2. Profitabilität von Ethereum Staking steigt

Durch “The Merge” werden Transaktionsgebühren nicht mehr von Minern und ihrer Hardware, sondern von Proof-of-Stake-Validatoren bestätigt. Das hat zur Folge, dass jegliche Einnahmen, die Miner bislang erzielt haben, nicht mehr an sie, sondern an Ethereum Staker fließen.

Laut Coinbase verdoppelt sich die Profitabilität von ETH Staking dadurch von derzeit 4 Prozent auf 9 bis 12 Prozent. Die fundamentalen Auswirkungen dieser Veränderung sind recht simpel.

Bislang hatten Miner wiederkehrende Energiekosten, die sie für den Betrieb ihrer Hardware benötigten. Um diese Energiekosten zu decken, mussten sie ihre ETH-Mining-Belohnungen verkaufen. Durch PoS ist dieser Verkaufsdruck wesentlich geringer, da die Kosten für den Betrieb eines Ethereum-Validators minimal sind.

In einer Welt, in der es kaum noch Zinsen gibt, dürfte Ethereum durchaus für viele eine attraktive Alternative darstellen, die Anleger nicht länger ignorieren können. Aus diesen Gründen scheint es deshalb wahrscheinlich, dass die Nachfrage nach Ethereum nach dem erfolgreichen Wechsel zu PoS kontinuierlich steigt.

3. Niedrigere Inflation als Bitcoin

Ein weitere Auswirkung der Umstellung von Ethereum auf PoS ist die starke Reduzierung neu ausgeschütteter Ether. Ethereums Übergang zu PoS lässt nämlich nicht nur die Mining-Belohnungen für Miner verschwinden, sondern ermöglicht es dem Netzwerk, seine Inflationsrate aufgrund der Sicherheitseffizienz des neuen Konsensalgorithmus erheblich zu reduzieren.

Einfach ausgedrückt heißt das, dass das Ethereum-Netzwerk nicht annähernd so viel ETH ausgeben muss, um das Netzwerk mit PoS zu sichern.

Infolgedessen wirkt sich die Umstellung von PoW zu PoS auf die Inflationsrate von ETH ähnlich aus wie ein dreifaches Bitcoin Halving – die Inflationsrate von ETH sinkt um 90 Prozent.

Dieser Umstand, kombiniert mit profitablerem Staking und dem im Jahr 2021 eingeführten EIP-1559-Upgrade, führt dazu, dass Ethereum ein deflationärer Vermögenswert wird. Auf ultrasound.money lässt sich dieses Szenario bereits simulieren.

Simulierter Merge
Quelle: ultrasound.money

Durch das EIP-1559 werden derzeit pro Jahr Ether im Wert von rund 9,4 Milliarden US-Dollar (3,1 Mio ETH) aus der maximalen Umlaufmenge an Ethereum genommen. Durch den Wechsel zu PoS kommen noch weniger neue Ether auf den Markt. Insgesamt dürfte die PoS-Umstellung dazu führen, dass Ethereum ab dem dritten Quartal 2022 mit -2,1 Prozent deflationär ist.

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