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Volle Kraft voraus? US-Versicherer springt auf den Bitcoin-Zug auf

Der US-Versicherer Lemonade hält anscheinend Bitcoin auf seinem Balance Sheet. Doch wo kommt das Investment her?

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Wenn es um Unternehmen geht, die man mit der Kryptowährung Nr. 1, Bitcoin, in Verbindung bringt, denkt ein Großteil wahrscheinlich an die spektakulären Käufe von Tesla, MicroStrategy, Square und Co. Nun soll sich der elitäre Kreis der institutionellen Bitcoin Hodler erweitert haben. Wie unter anderem YouTuber Anthony Pompliano berichtet, soll der US-Versicherer Lemonade Bitcoin in Höhe von einer Million US-Dollar auf seinem Balance Sheet haben. “Pomp” bezieht sich dabei auf einen Tweet von Matt Walsh von Castle Island Ventures. Dieser sagte: “Sieht so aus, als sei $LMND auf den Bitcoin-Balance-Zug aufgesprungen.” Zusätzlich fügte er einen Screenshot aus einem SEC-Dokument hinzu. Darin heißt es:

In den neun Monaten bis zum 30. September 2021 erwarb das Unternehmen digitale Vermögenswerte in Höhe von insgesamt einer Million US-Dollar, die ausschließlich aus Bitcoin bestanden.

SEC Form S-4, Lemonade

Aus dem Ausschnitt interpretierten nun viele, dass Lemonade selbst Bitcoin gekauft hat. Das ist jedoch nicht korrekt, denn das Originaldokument verweist auf Metromile. Dabei handelt es sich um ein Tech-Start-up aus San Francisco, das Kunden Kfz-Versicherungen nach Meilen anbietet. Im August investierte das junge Unternehmen eine Million US-Dollar in den digitalen Wertspeicher. Lemonade übernahm den Autoversicherer Anfang November und hält somit Bitcoin in seiner Bilanz.

Versicherungen im Bitcoin-Fieber?

Dass Bitcoin auch bei Versicherern ein immer beliebteres Investmentobjekt wird, zeigt das Beispiel MassMutual. Vor knapp einem Jahr betrat der US-Lebensversicherer medienwirksam die Krypto-Bühne. Einerseits mit einer Minderheitsbeteiligung in Höhe von 5 Millionen US-Dollar an NYDIG, einem Tochterunternehmen des Investment-Riesen Stoneridge, das BTC-Dienstleistungen für institutionelle Kunden anbietet. Andererseits mit einem direkten Investment in Höhe von 100 Millionen US-Dollar in Bitcoin.

Während die US-Versicherer nach und nach auf den Bitcoin-Zug aufspringen, ist man in Deutschland noch zurückhaltender. Die MunichRE, einer der größten Rückversicherer der Welt, bezeichnete Ende April dieses Jahres Investitionen in Kryptowährungen als “spekulativ”. Auf der Jahreshauptversammlung offenbarte sich dann jedoch ein Investment von 3,3 Millionen US-Dollar in die digitalen Assets. Ein Unternehmenssprecher erklärte damals gegenüber BTC-ECHO, dass man Private Equity Fonds halte, deren Anlagevorschriften es zuließen, bis zu 10 Prozent des Anlagevolumens in Kryptowährungen zu investieren.

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