Marktupdate US-Regulatoren: Banken sollen bald Bitcoin und Co. halten können
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin liegt auf US-Flagge.

Quelle: Shutterstock

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In den USA will eine Behördenübergreifende Arbeitsgruppe Banken eine einheitliche Richtlinie zum Halten und Handeln von Bitcoin und Co. an die Hand geben.

Die Kryptoleitwährung Bitcoin muss einen Rückschlag hinnehmen. Über Nacht verliert der digitale Wertspeicher rund 2,5 Prozent, im Wochenvergleich sind es sogar 4,5 Prozent. Die magische 60.000er Marke können die Bullen aktuell jedoch noch halten. Zu Redaktionsschluss notiert der BTC-Kurs bei 60.798 US-Dollar.


Bitcoin-Kurs in der Wochenansicht.

Abseits von Bitcoin ergibt sich auch im Altcoin-Sektor ein ähnliches Bild. Der Binance Coin (BNB) startet mit einem Minus von 0,1 Prozent in den heutigen Handelstag. Deutlicher fallen die Verluste bei Ripple (XRP), Cardano (ADA), Dogecoin (DOGE) und Solana (SOL) aus, die einen Kursrückgang zwischen 1,5 und 3,7 Prozent verkraften müssen. Im Ranking der zehn wertvollsten Kryptowährungen können lediglich Ethereum (ETH) und Polkadot (DOT) grüne Zahlen (1,0 bis 2,0 Prozent) vorweisen. Unter den Top-100 hört der Tagessieger auf den Namen Shiba Inu (SHIB). Der Dogecoin-Klon kann über Nacht um rund 30 Prozent zulegen. Nach Marktkapitalisierung ist der Memecoin nun mehr wert als der japanische Autohersteller Nissan oder das südkoreanische Tech-Unternehmen LG.

US-Regulatoren arbeiten an Roadmap für Bankenadoption

Derweilen geht es in den USA weiter hoch her. Nachdem vor knapp einer Woche mit der Zulassung eines Bitcoin Future ETF ein historischer Schritt in den Vereinigten Staaten vollzogen wurde, könnte nun der nächste folgen. Denn wie aus einem Interview der Vorsitzenden der Federal Deposit Insurance Company (FDIC) Jelena McWilliams mit der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, arbeiten die großen Bankregulatoren des Landes aktuell an einer Roadmap, die Banken das Halten und Traden von Kryptowährungen erlauben soll. Genauer sagte sie:


Ich glaube, dass wir Banken in diesem Bereich zulassen sollten. Dafür müssen wir natürlich sicherstellen, dass die Risiken abgemildert werden … Wenn wir diese Branche nicht aktiv zu den Banken bringen, wird sie sich außerhalb der Geldhäuser entwickeln … Dann haben Bundesaufsichtsbehörden keine Möglichkeiten, Regulierungen durchzusetzen.

FDIC Vorsitzende Jelena McWilliams

Ein entsprechender Plan würde aktuell von Arbeitsgruppen der FDIC, der Federal Reserve (FED) und des Office of the Comptroller of the Currency (OCC) diskutiert. Dieser umfasse neben dem Halten und Traden von Bitcoin und Co. auch die Verwendung als Kreditsicherheiten und das Führen als Vermögenswert in Bilanzen. Sollte das Arbeitspapier so umgesetzt werden, würde dies eine neue Adoptionswelle in den USA lostreten, sind sich Experten einig.

Zwar bieten einige wenige Banken wie etwa die U.S. Bancorp bereits Krypto-Dienstleistungen an. Dennoch wolle man behördenübergreifend einheitliche Richtlinien festlegen, meint McWilliams:

Mein Ziel in dieser Behördenübergreifenden Gruppe ist es, einen Weg zu finden, der es den Banken ermöglicht, als Verwahrer zu agieren und Krypto-Vermögenswerte, digitale Vermögenswerte, als eine Form von Besicherung zu nutzen.

FDIC Vorsitzende Jelena McWilliams

Problematisch für dieses Vorhaben seien bisher noch die schwankende Bewertung sowie die Fluktuation von Bitcoin und Co. “Man muss deshalb entscheiden, welche Art von Kapital- und Liquiditätsbehandlung man solchen Bilanzbeständen zukommen lässt”, sagt die FDIC-Vorsitzende.


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