Eine ungewöhnliche Dynamik erfasst derzeit die ältesten Bestände auf der Bitcoin-Blockchain. Neue Daten des Krypto-Analysehauses Galaxy Research zeigen, dass seit über zehn Jahren ruhende Coins im bisherigen Jahresverlauf 2026 in einem Rekordtempo verschoben werden. Auf den historischen Charts hebt sich das aktuelle Segment der zehn Jahre und älteren Bestände bereits erkennbar ab, obwohl das Handelsjahr noch läuft.
Besondere Bitcoin-Aktivität entfaltete sich im Zeitraum zwischen dem 16. und 26. August. In diesen zehn Tagen verschoben insgesamt sechs historische Wallets aus den Jahren 2011, 2012 und 2014 zusammen 553 BTC im Gesamtwert von mehr als 40 Millionen US-Dollar. Darunter befand sich auch eine Adresse, die seit August 2012 völlig unberührt lag und nun schlagartig 212 Bitcoin im Wert von 13,66 Millionen US-Dollar bewegte. Der damalige Einstandspreis des Frühinvestors lag bei gerade einmal 12 US-Dollar, was einer Rendite von etwa 550.000 Prozent (!) entspricht.
Gerichtsverfahren und Hardware-Ausfälle sorgen für Bitcoin-Transfers
Den lukrativsten Transfer bildeten aber 40 BTC aus dem Mai 2012, die bei Boerse Stuttgart Digital einflossen und einen Gewinn von über 1,5 Millionen Prozent verzeichneten, was auf einen deutschen Bitcoiner der ersten Stunde hindeutet. On-Chain-Daten zeigen, dass die Gelder allgemein überwiegend an professionelle Infrastruktur-Anbieter fließen und nicht auf dem freien Spot-Markt landen. Die Akteure dahinter nutzen die Einzahlungen offenbar in erster Linie zur Verwahrung oder Umstrukturierung ihrer Bestände und nicht etwa, um die Bitcoin zu verkaufen.
Verantwortlich für die plötzliche Aktivität sind primär zwei Entwicklungen: Zum einen löste die gerichtliche Unterbrechung eines US-Verfahrens um “herrenlose Adressen” gezielte Bewegungen bei einigen markierten Wallets aus. Zum anderen veranlasste die schwere Sicherheitslücke bei Coldcard-Hardware-Wallets viele verunsicherte Hodler dazu, ihre jahrzehntealten BTC-Bestände auf sicherere, regulierte Systeme zu übertragen.
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