Novum TEN31 Bank stellt Aktienregister auf Blockchain um
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tokenisierte Aktien auf der Blockchain.

Quelle: Shutterstock

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Die TEN31 Bank vollzieht historisches. Als erstes Finanzhaus überhaupt hievt man das eigene Aktienregister auf die Blockchain. Zudem möchte das Unternehmen weitere Aktien emittieren.

In München geschieht aktuell historisches. Die TEN31 Bank hievt als erste deutsche Finanzgesellschaft überhaupt das hauseigene Aktienregister auf die Blockchain. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Damit werden Eigentumsnachweise erstmals als “Blockchain Listed Shares” (BLS) festgehalten. Anleger können dabei direkt auf die gehaltenen Aktien zugreifen und sollen vor allem von einer höheren Rechtssicherheit profitieren.


Darüber hinaus verbucht die TEN31 Bank einen weiteren Erfolg. Denn der mit der Umstellung verbundene Wertpapierprospekt wurde nun von der BaFin genehmigt. Damit ermöglicht es dem Geldhaus, über 2,8 Millionen neue Aktien auszugeben. Die Emission wird für Oktober 2021 über eine eigene Blockchain-Plattform angepeilt. Das Kapital wolle man unter anderem in den Ausbau der eigenen IT-Infrastruktur (etwa 25 Prozent) stecken. Zudem solle ein Viertel der Einnahmen in Marketing-Maßnahmen fließen. Wer sich an dem Geldhaus beteiligen möchte, kann dies über die kommende Blockchain-Plattform tun. Weitere Informationen wolle die Finanzgesellschaft in den kommenden Wochen bekannt geben.

eWpG bisher noch nicht für digitale Aktien geöffnet

Generell sind Gesellschaften, deren Kapital auf Namensaktien basieren, verpflichtet, ein Aktienregister zu führen. Es bietet Transparenz und gibt dem Eigentümer zudem einen Nachweis über den Besitz der Aktie an dem Unternehmen. Klassischerweise speichern Finanzdienstleister diese Informationen in einer Datenbank. Als das eWpG Anfang Mai von der Bundesregierung beschlossen wurde, machte dies den Weg zwar frei für digitalisierte Wertpapiere, Aktien blieben bei dem Gesetz jedoch außen vor. In Zukunft dürfte sich dies jedoch ändern, meinte Matthias von Hauff gegenüber BTC-ECHO:


In Zukunft werden Vermögenswerte nur noch digital abgebildet. Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung des eWpG dieses Jahr gezeigt, dass Deutschland mutig ist und damit Europa die Richtung aufgezeigt. Dass Aktien in diesem Gesetz noch nicht inbegriffen sind, liegt an der unterschiedlichen Klassifizierung. Aktien fallen nicht unter das Sachenrecht und sind damit noch von der Regelung ausgenommen.

TEN31 CEO Matthias von Hauff gegenüber BTC-ECHO

Dennoch fand die TEN31 Bank einen Weg, mit der sich zumindest die Eigentümeranteile in einem dezentralen Register darstellen lassen. Als Basis dafür dient die Ethereum Blockchain. Mittels eines Token lassen sich die verschiedenen Aktienanteile von Aktionären einsehen und Änderungen beispielsweise an der Postanschrift vornehmen. Die Vorteile der Technologie sieht das Geldhaus dabei vor allem in der Transparenz, der Unmittelbarkeit, der Überprüfbarkeit, der Zensurresistenz und der Datensicherheit. Weitere Benefits hebt CEO Matthias von Hauff hervor:

Der Vorteil der BLS-Technologie geht weit über die bloße Datenspeicherung des Aktionärsregisters hinaus: Sobald der Sekundärhandel möglich ist, eröffnet die Technologie jedem Unternehmen die Möglichkeit, den Handel seiner Aktien an einer Krypto-Börse zu tätigen, wodurch Investitionen in das Unternehmen der Masse zugänglich gemacht werden.

TEN31 CEO Matthias von Hauff

Durch die weltweite Verfügbarkeit der Aktien profitierten vor allem mittelständische Unternehmen von dieser Finanzierungsform, meint der TEN31 CEO.

TEN31: Der Blockchain-Brückenbauer

Dass sich TEN31 bereits einen Namen als innovativer Finanzdienstleister gemacht hat, stellte das Geldhaus erst vor Kurzem unter Beweis. Gemeinsam mit dem Blockchain-Projekt Nimiq schuf man Anfang Juni mit dem OASIS-Protokoll eine Schnittstelle zwischen traditionellem Banking und dem Blockchain-basierten Zahlungsverkehr. Damit wurden verschiedene Fiatwährungen wie US-Dollar oder Euro auf der Blockchain nutzbar gemacht. Dabei soll das Protokoll vor allem im dezentralen Finanzsektor seine Stärken ausspielen. “Sämtliche dezentrale Finanzdienstleistungen können das OASIS-Protokoll nutzen, um Transaktionen zwischen Fiat- und digitalen Währungen effizient abzuwickeln”, hieß es damals in der Pressemitteilung.


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