Telegram: TON-Investoren verzichten auf Rückerstattung, Mainnet auf 2020 verschoben
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Glück im Unglück für die Blockchain-Ambitionen von Telegram: Nachdem die US-Börsenaufsicht den Start des Telegram Open Network (TON) vorläufig untersagt hatte, hat der Messaging-Dienstleister nun Rückendeckung von den TON-Investoren erhalten. 

Spätestens seit die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC den Start der Telegram-Blockchain TON vereitelt hat, steht das Krypto-Projekt des Messaging-Anbieters auf der Kippe. Nach der SEC-Rüge fragte Telegram die TON-Investoren, ob sie mit einer Verschiebung des Projekts einverstanden seien – oder ob sie ihr Investment teilweise zurückerhalten wollen. Wie das Nachrichtenportal Forbes Russia nun in Erfahrung gebracht hat, hat eine Mehrheit der Investoren einer Verschiebung des TON-Starts zugestimmt.


Hintergrund: SEC befürchtet illegalen Token-Verkauf durch TON

Mit einem privaten Verkauf der TON-Währung „Gram“ sammelte Telegram im vergangenen Jahr insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar – auch von zahlreichen US-amerikanischen Investoren. Mit dem Launch der TON-Plattform, der ursprünglich am 31. Oktober erfolgen sollte, hätte auch die Übertragung der Token an die Investoren einhergehen sollen. Diese hätten die Gram Token sodann auf dem Sekundärmarkt veräußern können – wäre die SEC TON nicht am 11. Oktober mit einer einstweiligen Verfügung dazwischen gegrätscht:

Unsere heutige Notfallmaßnahme soll verhindern, dass Telegram die US-Märkte mit digitalen Token überschwemmt, von denen wir ausgehen, dass sie rechtswidrig verkauft wurden. Wir denken, dass die Beklagten es versäumt haben, den Anlegern Informationen über die Geschäftstätigkeit von Gram und Telegram zu geben. Dazu gehört, die Finanzlage, die Risikofaktoren und das Management darzulegen, wie es das Wertpapiergesetz vorschreibt,

begründete die SEC ihren Schritt.

Die TON-Investoren hatten bis zum 23. Oktober Zeit, einer Verschiebung des Netzwerkstarts zuzustimmen – oder 77 Prozent ihres Investments zurückzufordern.

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Die Entscheidung der Investoren sollte erst am 24. Oktober publik gemacht werden. Forbes Russia hat indes bereits am 23. Oktober von Insidern erfahren, dass das Votum zugunsten einer Verschiebung des TON-Termins ausgefallen ist.

Investoren halten Telegram die Treue

Unmittelbar nach Bekanntwerden der SEC-Klage hatte Telegram angekündigt, gegen die Einstufung von Gram als Wertpapier (Security) Widerspruch einlegen zu wollen. Eine entsprechende gerichtliche Anhörung wurde vom 24. Oktober 2019 auf den 18. und 19. Februar 2020 vertagt. Forbes Russia berichtet, dass Telegram die Zeit bis dahin nutzen will, um sich bestmöglich auf die Anhörung vorzubereiten:

Wir und unsere Berater werden die Zeit nutzen, um sicherzustellen, dass bei der Februar-Anhörung die Position Telegram so weit wie möglich präsentiert und unterstützt wird,

heißt es laut Forbes Russia in einem weiteren Brief, den Telegram am 21. Oktober an die TON Investoren geschickt hat.

Eine Bitte um Stellungnahme von BTC-ECHO blieb vonseiten Telegrams zu Redaktionsschluss unbeantwortet.

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