Schweizer „Crypto Valley“ Rettungsfonds für Krypto-Start-ups abgelehnt
Stefan Schäfges

von Stefan Schäfges

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Die schweizer Regierung hat einen Staatsfonds zur Unterstützung der lokalen Blockchain- und Krypto-Start-ups im Kanton Zug abgelehnt. Ohne weitere finanzielle Mittel droht vielen innovativen Tech-Firmen das Aus.

Wie die schweizerische Sonntagszeitung berichtet (bezahlpflichtiger Artikel), hat die Schweizer Regierung einem Staatsfonds zur Unterstützung von lokalen Krypto-Firmen einen Riegel vorgeschoben. Speziell geht es hierbei um den Kanton Zug, in dem viele Start-ups aus dem Krypto- und FinTech-Bereich ansässig sind. Zug ist über Jahre zu einem attraktiven Standort für Blockchain und Krypto-Start-ups gereift und deshalb auch unter dem Namen „Crypto Valley“ bekannt. Die Initiierung für den Staatsfonds kam vom Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler. Ziel war es, die lokalen Firmen, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind, zu unterstützen.


Droht das Sterben der Start-ups im Crypto Valley?

Denn bereits im April schlug Tännler die Gründung einer Stiftung im Rahmen eines Staatsfonds zur Unterstützung der Start-ups vor. Die Stiftung sollte ein Volumen von 100 Mio. Franken haben und sich aus verschiedenen Investoren zusammensetzen. So sollten 20 Millionen Franken von dem Kanton Zug, 30 Millionen Franken von der der Stadt Zug und 10 bis 15 Millionen Franken vom Bund gefördert werden. Die restliche Summe sollte über private Investoren aufgetrieben werden. 

Grund für die Idee eines Staatsfonds war die Befürchtung, dass viele Start-ups nicht die Regularien für die herkömmlichen Hilfsprogramme, die im Zuge der Pandemie ins Leben gerufen wurden, erfüllen und somit in Gefahr sind. Laut Bloomberg, sehen sich nur die Hälfte der 50 größten Start-ups im Kanton Zug in der Lage die nächsten zwölf Monate in der aktuellen Situation zu überleben. Der Fond sollte als Wandeldarlehen, die aussichtsreichsten Startups aus den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen unterstützen. Dadurch wäre die öffentliche Hand am Erfolg der Startups beteiligt.

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Der Regierungsrat hat nun jedoch dem Plan von Tännler einen Riegel vorgeschoben. So wird es kein weiteres Geld vom Kanton Zug über die bereits bestehenden Kredite hinaus geben. Insgesamt haben Bund und Kantonen 154 Millionen Franken für die Rettung vorgesehen, was aus Tännlers Sicht zu wenig ist. 

Auch in Deutschland sieht sich die Start-up-Szene in einer existenzbedrohenden Situation. Denn wie BTC-ECHO bereits im April berichtet hatte, sind Investoren in der aktuellen Marktlage sehr zurückhaltend. Dies bringt die Finanzierung vieler deutscher Start-ups ins Stocken. Gleichzeitig werden auch hierzulande die Rufe nach finanzieller Unterstützung aus der Startup-Szene lauter. Es bleibt abzuwarten, ob es in Deutschland weitere Maßnahmen geben wird, um Start-ups samt ihrer innovativen Technologien zu retten.

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