FUD, Made in USA Ray Dalio: Amerikanisches Bitcoin-Verbot “sehr wahrscheinlich”
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin-Symbol hinter Gittern. Symbolbild Bitcoin-Verbot.

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Droht in den USA ein Bitcoin-Verbot? Star-Investor Ray Dalio hält dieses Szenario durchaus für möglich. Im Interview mit Yahoo Finance malt der Gründer des Hedgefonds Brdigewater Associates den Teufel eines Bitcoin Verbots Made in USA an die Wand – und zieht dabei Parallelen zum Goldverbot in den 30er Jahren.

Wenn es nach Ray Dalio geht, dann ist ein Bitcoin-Verbot alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit. Der Grund: Die Notenbanken und Regierungen haben ein Problem damit, wenn sich ein Asset ihrer Kontrolle entzieht. Vor allem, wenn es sich anschickt, dem Fiatgeld Konkurrenz zu machen.


Sie wollen nicht, dass andere Gelder operieren oder konkurrieren, weil die Dinge außer Kontrolle geraten könnten. Daher denke ich, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass [Bitcoin] unter bestimmten Umständen verboten wird, so wie auch schon Gold verboten wurde.

Ray Dalio gegenüber Yahoo Finance

Dalio bezieht sich dabei auf einen Präsidialerlass von 1933, mit dem der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt den Besitz von Gold und Zertifikaten auf einen Gegenwert von 100 US-Dollar beschränkte. Hintergrund war die Great Depression, die Ende der 20er Jahre US-Amerikaner, die es sich leisten konnten, verstärkt in den Wertspeicher Gold flüchten ließ. Weil der US-Dollar damals noch von Gold gedeckt war, konnte die Federal Reserve (US-Notenbank, kurz Fed) die Gelddruckmaschine nur anwerfen, wenn sie über eine ausreichende Goldreserve verfügte. Ende der 20er Jahre wurde bei der US-Notenbank das Gold knapp. Die Reserve reichte nicht mehr aus, um die Anforderung einer 40-Prozentigen Deckung der Landeswährung zu erfüllen – vor allem, weil sie noch mehr Dollar drucken wollte. Privatbesitzer, die mehr als die erlaubten 100 USD in Gold hielten, mussten ihr Edelmetall bei der Fed gegen Fiat tauschen.

Auch in unseren Breitengraden hat es bereits ein Goldverbot gegeben. Zum Höhepunkt der Inflation der Reichsmark hatte Reichspräsident Friedrich Ebert im Jahr 1923 den Privatbesitz der Edelmetalle Gold, Silber und Platin verboten. Auch hier ging es um die Stabilisierung der eigenen Landeswährung nach einer schwerwiegenden Wirtschaftskrise. Im Dritten Reich wurde nochmals nachgeschärft: Hier war auch der gewerbliche Besitz von Gold (zum Beispiel bei Juwelieren) verboten.


BTC macht Banken Bange

Vor diesem Hintergrund lässt sich Dalios Analogie durchaus nachvollziehen: Die billionenschweren Rettungspakete, die von Regierungen rund um den Globus zur Eindämmung der Corona-Folgen geschnürt wurden und werden, sehen viele Beobachter als möglichen Treibstoff für eine Inflation bei Fiatwährungen, allen voran des US-Dollars. Am Beispiel Indien lässt sich bereits beobachten, wie sich eine Regierung gegen Bitcoin stemmt. Ein Bitcoin-Verbot wird hier immer wahrscheinlicher.

Lässt sich ein Bitcoin-Verbot überhaupt umsetzen?

Nun weiß jeder Hodler, dass man das Bitcoin-Netzwerk nicht ohne weiteres abschalten kann, weil es keinen zentralen Server gibt. Auf technologischer Ebene ist ein Bitcoin-Verbot damit praktisch nicht umzusetzen. Bitcoin gilt nicht umsonst als nicht zensierbar. Allerdings können Regierungen es Unternehmen und Finanzdienstleistern verbieten, Geschäfte mit Kryptowährungen oder Unternehmen zu machen. So könnte es etwa verunmöglicht werden, seine Bitcoin im eigenen Land gegen Fiatgeld zu wechseln. Aufgrund der Transparenz der Bitcoin Blockchain lassen sich die Transaktionsströme von Bitcoin schließlich nachvollziehen – nicht nur Europol ist hier schon fleißig am Ermitteln. Aber auch hier gibt es ein Antidot: Bitcoin Mixer oder Coinjoin-Wallets wie Wasabi zum Beispiel.

Ray Dalio selbst würde ein Verbot wohl nicht befürworten. Im Januar hat sich die Hedgefonds-Legende als Bitcoin-Enthusiast geoutet.


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